Formel 1

Formel 1 testet Rennunterbrechung im Bahrain-Training

Die Formel 1 testet am Freitag des Bahrain GP Rennunterbrechungen. Seit der Saison 2018 gibt es neue Regeln mit einem stehenden Start.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Update 06.04.2018: Rennleiter Charlie Whiting hat das Prozdere noch leicht angepasst. Nur ein Auto jedes Teams darf an der Simulation teilnehmen. Außerdem dürfen die Piloten nun doch Startübungen in der Startaufstellung durchführen. Bedingung: Alles muss sicher ablaufen, auf keinen Fall darf sich ein anderer Bolide vor einem startenden Auto befinden.

Die Formel 1 testet in Bahrain einen neuen Regelfall der Saison 2018. Am Ende der Trainingssitzungen am Freitag wird jeweils eine Rennunterbrechung simuliert. Neu ist seit diesem Jahr, dass nach einer Unterbrechung nicht hinter dem Safety-Car gestartet wird, sondern stehend aus der Startaufstellung.

Der erste freiwillige Test findet am Ende des 1. Freien Trainings statt. Nachdem die Session nach 90 Minuten offiziell beendet ist, müssen die Piloten nicht in ihre Garagen zurückkehren, sondern können sich am Ausgang der Boxengasse in der Fastlane aufreihen.

Wie bei einer echten Rennunterbrechung werden die Motoren ausgemacht. Fahrer, die zum Zeitpunkt der karierten Flagge nicht auf der Strecke waren, dürfen sich am Ende des Feldes einreihen.

Während die Autos am Boxenausgang stehen, dürfen die Teams an den Boliden arbeiten und die Motoren zum Restart wieder fremdstarten. Anschließend machen sich die Piloten auf den Weg in die Startaufstellung. Für diese Runde gilt Überholverbot, aber kein bestimmtes Geschwindigkeitslimit.

Sobald das erste Fahrzeug Sektor eins beendet hat, zeigen die Leuchtsignale 'SS', was den Piloten 'Standing Start' anzeigt. Anschließend müssen sie sich in der Startaufstellung in ihrer aktuellen Reihenfolge einfinden.

Formel 1 übt Startabbruch nach 2. Bahrain-Training

Nach dem 1. Freien Training wird hier ein ganz normales Startprozedere in Gang gesetzt, die Fahrer sind aber dazu angehalten, keine Startübungen durchzuführen, sondern lediglich ihre Grid-Positionen zu verlassen. Nach dem 2. Freien Training wird das Prozedere um einen Startabbruch erweitert.

Schon bei den Wintertestfahrten in Barcelona gab es ähnliche Tests. Romain Grosjean beschwerte sich damals über extrem kalte Reifen, hielt das Prozedere für gefährlich.

Inzwischen nutzt die Formel 1 die Minuten nach den Freien Trainings gerne für Tests. Oftmals werden VSC-Phasen simuliert, in Australien ging es darum, die neu platzierte Startampel zu testen. Wegen Halo wurde die Position der Startampel standardisiert und die Zusatz-Ampel verschoben.


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