Formel 1

Formel 1 USA 2017: Austin-Ass Lewis Hamilton rast zur Pole

Lewis Hamilton startet den USA GP der Formel 1 von der Pole Position. Im Qualifying in Austin war der Mercedes-Pilot eine Bank. Vettel knapp geschlagen.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton startet den USA Grand Prix der Formel 1 (Sonntagabend ab 21:00 Uhr live im TV bei RTL und Sky Sport HD sowie im Motorsport-Magazin.com Live-Ticker) in Austin von der Pole Position. Im Qualifying auf dem Circuit of the Americas sicherte sich der Mercedes-Pilot mit einer 1:33.108 Minuten die Bestzeit und einen neuen Streckenrekord.

Für Hamilton ist es die zweite Pole Position in Austin, die insgesamt 72. seiner F1-Karriere, die dritte in Folge und insgesamt elfte der Formel-1-Saison 2017. Außerdem ist es die 117. erste Startreihe für den Briten - neuer F1-Rekord! Sebastian Vettel musste sich seinem WM-Rivalen um 0,239 Sekunden geschlagen geben.

Räikkönen und Ricciardo in Austin zeitgleich

Aus der zweiten Reihe starten Valtteri Bottas und Daniel Ricciardo. Das um nur 0,009 Sekunden getrennte Duo lag viereinhalb Zehntel hinter der Pole-Zeit. Noch enger allerdings der Vorsprung Ricciardos auf den Fünften: Kimi Räikkönen war sogar zeitgleich mit dem Red Bull, allerdings hatte Ricciardo seine Zeit zuerst erzielt.

Max Verstappen musste sich trotz des besseren Renault-Motors seinem Teamkollegen beugen und wurde mit einer weiteren Zehntel Rückstand Sechster.

Esteban Ocon, Carlos Sainz, Fernando Alonso und Sergio Perez komplettierten die Top-10. Nico Hülkenberg beendete wegen einer Motorenstrafe sein Qualifying nach Einzug in Q2 freiwillig vorzeitig, Pascal Wehrlein wurde 19. und musste sich klar seinem Teamkollegen Marcus Ericsson geschlagen geben.

So wird Lewis Hamilton in den USA Formel-1-Weltmeister 2017: (01:54 Min.)

USA GP: Das sagen Hamilton, Bottas & Vettel zum Qualifying

Lewis Hamilton: "Yee-ha! Ich fühle mich fantastisch. Ich fühle mich frisch und gesund und wünschte, das Qualifying hätte noch länger gedauert. Die letzte Runde war nicht spektakulär, aber bis dahin war ich sehr, sehr stark. Das Team hat das ganze Wochenende über einen herausragenden Job gemacht und das Auto an den richtigen Ort gebracht."

Sebastian Vettel: "Ich bin insgesamt sehr glücklich, aber mit dem ganzen Wind hat es mir etwas an Rhythmus gefehlt. Aber ich habe es hinbekommen, als es am Ende darauf ankam. Es war wichtig, in die erste Reihe zu kommen, denn ich denke, dass unsere Rennpace echt gut sein wird. Im Quali waren wir ja das ganze Jahr ein kleines bisschen dahinter. Also Glückwunsch an Lewis, aber ich freue mich schon auf morgen ..."

Valtteri Bottas: "Ich bin auf jeden Fall enttäuscht. Es sah gut aus und an einem bestimmten Punkt recht eng mit Lewis. Deshalb ist es enttäuschend, aber es gibt immer ein Morgen."

Qualifying - Session 3
Zwischenfälle: -
Top-5: Hamilton, Vettel, Bottas, Ricciardo, Räikkönen

Das war Q2: Nico Hülkenberg nahm das Q2 wegen seiner Strafversetzung erst gar nicht in Angriff. Das mache keinen Sinn, da er ohnehin von hinten starten werde, so der Renault-Pilot. Lewis Hamilton verbesserte seinen gerade erst im FP3 aufgestellten neuen Streckenrekord in Austin noch einmal um satte neun Zehntel: 1:33.560 Minuten für den Briten - nur um mit einem zweiten Run noch einmal auf 1:33.437 zu erhöhen.

Einzig Valtteri Bottas (+ 0,332 Sek.) und Kimi Räikkönen (+ 0,403 Sek.) vermochten zumindest halbwegs mitzuhalten, Sebastian Vettel auf P4 fehlten schon stolze 6,5 Zehntel auf seinen WM-Rivalen. Daniel Ricciarlag eine Sekunde zurück. Max Verstappen fehlten 1,3 Sekunden, allerdings setzte der Youngster als einziger Pilot auf den Supersoft, wird das Rennen also mit einem anderen Reifen starten als der Rest der Top-Fahrer.

Den Sprung ins Q3 schafften auch Sergio Perez, Carlos Sainz als ganz starker Achter beim Renault-Einstand, Fernando Alonso und Esteban Ocon. Felipe Massa, Daniil Kvyat, Stoffel Vandoorne, Romain Grosjean und der bereits genannte Hülkenberg schieden aus.

Qualifying - Session 2
Zwischenfälle: -
ausgeschieden: Massa, Kvyat, Vandoorne, Grosjean, Hülkenberg
Top-5: Hamilton, Bottas, Räikkönen,Vettel, Ricciardo

Das war Q1: Ferrari und Mercedes sparten sich im ersten Abschnitt den Einsatz der ultraweichen Reifen. Mit Supersoft reichte es locker für den Einzug ins Q2 - selbst noch mit einem Fahrfehler Hamiltons auf seinem ersten Run hätte es noch gereicht. Doch der Brite legte nochmal nach und schnappte sich in 1:34.822 Minuten die Bestzeit - keine Zehntel vor Max Verstappen.

Valtteri Bottas folgte mit einer halben Sekunde Rückstand als Dritter vor Sebastian Vettel, dem eine weitere Zehntel fehlte. Carlos Sainz und Felipe Massa komplettierten die Top-6 vor Kimi Räikkönen. Stark präsentierte sich Marcus Ericsson, der als 16. das Q2 nur um sieben Tausendstel verpasste und Pascal Wehrlein (P19) drei Zehntel abknöpfte.

Schwach dagegen die Vorstellung von Lance Stroll, auf P17 1,2 Sekunden hinter Teamkollege Massa. Allerdings funkte der Kanadier, es habe ein Motorenproblem an seinem Williams gegeben. Debütant Brendon Hartley und Kevin Magnussen schieden ebenfalls aus.

Qualifying - Session 1
Zwischenfälle: Grosjean knallt Stroll, der die Ideallinie etwas kurzfristig freimachen wollte, fast ins Heck; Magnussen fährt Perez in Kurve 13 vors Auto - Untersuchung beider Vorfälle durch die Stewards
ausgeschieden: Ericsson, Stroll, Hartley, Wehrlein, Magnussen
Top-5: Hamilton, Verstappen, Bottas, Vettel, Sainz

Das Wetter: Beste Bedingungen im Qualifying: 31 Grad Celsius Außentemperatur heizten den Asphalt des Circuit of the Americas auf bis zu 40 Grad auf. Einzig der Wind wehte weiterhin kräfitg. Das hatte den F1-Teams bereits im FP3 mal mehr, mal weniger Probleme bereitet.

Die Strafen: Etliche Strafversetzungen hagelt es in den USA. Gleich vier Fahrer dürfen die Position, auf der sie sich qualifiziert haben, nicht behalten. Prominenster Vertreter: Max Verstappen. Der Niederländer wird wegen eines neuen Motors und einer neuen MGU-H um 15 Plätze versetzt. Dafür soll die neue Ausbaustufe ihm zwei Zehntel pro Runde an Zeitgewinn einbringen.

Weniger hart trifft es diesmal McLaren: Einzig Stoffel Vandoorne kassiert eine Gridstrafe und das nur in Höhe von fünf Positionen. Härter erwischt hat es dagegen Nico Hülkenberg (20 Plätze) und Novize Brendon Hartley (25 Plätze), die beide ebenfalls wegen Wechseln an ihren Power Units versetzt werden.

Die Analyse: Lewis Hamilton über alles. In Austin hat der Brite jede einzelne Session an der Spitze abgeschlossen. Erst ganz am Ende wurde es plötzlich noch einmal eng mit Sebastian Vettel. Um den hatte man sich zuvor fast ein bisschen Sorgen gemacht, waren sowohl Valtteri Bottas als auch Kimi Räikkönen nach den ersten Runs noch klar schneller gewesen. Weil der Ferrari im Rennen tendenziell immer noch ein wenig besser funktioniert scheint alles gerichtet für ein ganz großes direktes Duell der Titelrivalen.

So wird Lewis Hamilton in den USA Formel-1-Weltmeister 2017: (01:54 Min.)


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