Formel 1

Kimi Räikkönen erklärt Austin-Pleite im Tausendstel-Krimi um P3

Kimi Räikkönen schrammt im Formel-1-Qualifying zum USA GP in Austin um neun Tausendstel vorbei an P3. So wird es nur P5. Der Ferrari-Pilot erklärt, warum.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Drahtseilakt im Formel-1-Qualifying zum USA GP in Austin: Nur neun Tausendstelsekunden trennen Valtteri Bottas, Daniel Ricciardo und Kimi Räikkönen auf den Rängen drei bis fünf. Der Ferrari-Pilot ist sogar zeitgleich mit Ricciardo, muss sich aber mit P5 abfinden, weil der Australier seine Zeit zuerst erzielt hatte.

Angesichts solcher Abstände bzw. Nicht-Abstände stellt sich die Frage: Hätte es auch anders herum ausgehen können? Natürlich hätte es das - meint auch Räikkönen. "Ich denke, es war mehr drin", sagt der Ferrari-Weltmeister von 2007.

Räikkönen: Die ganz perfekte Runde hat gefehlt

Aber für ihn sei es ein schwieriges Qualifying gewesen. "Ich hatte paar ordentliche Runden, aber perfekt habe ich sie nie erwischt. Es gab immer eine Stelle, wo etwas war. Es war schwierig, es alles perfekt hinzubekommen", schildert Räikkönen. "Hätte alles richtig geklappt, wäre es aber sicher besser geworden."

Doch was genau bereitete Räikkönen Schwierigkeiten? Eigentlich gar nicht so viel. "Insgesamt lief es nicht allzu schlecht. Das Auto war besser als es am Wochenende bisher je war. Ich war fast überall happy", sagt Räikkönen sogar. "Aber es gab noch ein paar Stellen, wo ich damit gekämpft habe, das Auto richtig herumzuwerfen und so habe ich etwas Zeit verloren. In manchen Runden habe ich es hinbekommen, aber meistens nicht", erklärt der Iceman.

Kimi Räikkönen: Darum hat sich Ferrari in Austin gesteigert

"Abgesehen davon hatten wir aber einen ziemlich ordentlichen Speed. Es ist eng und wäre schön, etwas weiter vorne zu sein. Aber die kleinen Probleme in manchen Kurven haben da den Unterschied gemacht", so Räikkönen weiter. Die erneut große Verbesserung über Nacht führt der Ferrari-Pilot schlicht auf die unzähligen Ansätze Ferraris zurück.

"Freitags probieren wir auch Dinge aus und haben wieder etwas verändert. Vor dem Qualifying offenbar das richtige. Ob die windigen Bedingungen da auch noch mit hereingespielt haben, weiß ich nicht genau. Könnte aber sein", berichtet Räikkönen auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com.

Durch den insgesamt klar besseren Speed hat Räikkönen den nicht ganz idealen Startplatz auch schnell wieder vergessen, blickt dem Rennen optimistisch entgegen. Normalerweise könne sich Ferrari zudem auf eine stärkere Rennpace verlassen.

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Räikkönen erwartet heißen Tanz in Texas

"Aber es gibt keine Garantien, hier sogar ein paar Unbekannte. Aber wir werden unser Bestes geben und unser Auto war ziemlich gut heute. Wenn es heiß wird, wird es sicher nicht leicht für die Reifen. Wir können nur das schnellstmögliche Rennen vom Start bis ins Ziel fahren und so hoffentlich Plätze gutmachen", sagt Räikkönen zu Motorsport-Magazin.com.

Leicht werde das allerdings nicht. Mercedes, Ferrari und Red Bull würden dazu viel zu eng beieinander liegen. "Gestern waren sie besser als wir. Jetzt hatten wir dieselbe Rundenzeit. Sie waren immer stark und werden es auch morgen sein", mahnt der Ferrari-Finne.


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