MotoGP-Weltmeister Marc Marquez ist nach seinem Crash in Le Mans, zwei Operationen sowie einem verpassten Rennen in Barcelona zurück. In Mugello gibt er sein Comeback und zeigt sich gespannt, wie sich das Fahrgefühl ohne störende Schraube in der Schulter entwickeln wird.
Marc Marquez zuversichtlich: Wäre nicht hier, wenn ich Wochenende nicht beenden kann
Zunächst gilt es jedoch festzuhalten, dass der Ducati-Star unter Vorbehalt an den Start geht. Die Ärzte haben ihm am Donnerstag nur die Freigabe für das FP1 erteilt. Danach muss sich der Spanier einer erneuten Untersuchung unterziehen. Er selbst geht fest von einer weiteren Teilnahme aus: "Wenn ich hierherkomme, dann weil ich der Meinung bin, dass ich das Wochenende beenden kann. Sicherlich nicht mit maximaler Intensität, das ist klar. Ich muss Schritt für Schritt vorgehen."
In diesem Zusammenhang geht es aber keineswegs um den Fußbruch, den sich die Nummer 93 in Frankreich zugezogen hatte. "Um den Fuß mache ich mir keine Sorgen. Das ist eine Kleinigkeit, die keine Einschränkung mit sich bringt. Aber die rechte Schulter wird Zeit brauchen", gibt Marquez an. In Letzterer lag der Grund für die Probleme der ersten Saisonrennen verborgen: "Dort drückte die Schraube [aus einer früheren Verletzung, welche in der Operation nach Barcelona entfernt wurde, Anm. d. Red.] auf den Nerv und dieser verlor die Verbindung zur Muskulatur. Es wird Zeit brauchen, aber ich habe in Rücksprache mit den Ärzten die Entscheidung getroffen, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um wieder auf das Motorrad zu springen."
MotoGP-Weltmeister lobt Ärzte: Hervorragende Operation trotz zusätzlicher Komplikationen
Wieder einmal wurde sein Körper gezeichnet: "Es wäre schön, wenn es ein kleiner Eingriff gewesen wäre. Jetzt habe ich noch eine große Narbe." Doch trotzdem gibt es vom Superstar nur Lob für das Ärzteteam, denn diese mussten auf noch mehr Komplikationen als erwartet reagieren: "Sie haben das gut geöffnet, um an die Schraube zu gelangen. Der Plan war, dass nur eine herausgenommen wird, aber als sie operierten, da haben sie noch mehr Schaden erkannt und daher zwei Schrauben und einen Bolzen entfernt. Sie haben das richtig gemacht, denn sie mussten ja wissen, wo der Nerv liegt."

Während die Entwicklung des Nervs und damit des Gespürs für den rechten Arm Zeit braucht, so haben die Ärzte dabei in einem weiteren Aspekt saubere Arbeit geleistet: "Sie haben es hervorragend gemacht, weil sie die Muskeln nicht berührt haben. Sie sind rein, ohne die Muskeln zu schneiden. Natürlich wurden sie zur Seite geschoben, aber es gab keinen Schnitt in die Muskeln."
Fahrgefühl soll zurückkehren, aber Marc Marquez ist gewarnt: Du kannst immer stürzen
Damit sollte also das Thema Kraft vielleicht nicht so akut sein, wie zu befürchten war. Vielmehr stellt sich nun die Frage, wie sich die Fahrt ohne eingeklemmten Nerv anfühlen wird: "Mal sehen, ob ich mich während des Wochenendes richtig an die neuen Eindrücke gewöhnen kann, die ich nun verspüren werde." Der Weltmeister ist also gespannt, aber nicht übermütig. "Rennfahren bleibt Rennfahren. Es gibt immer ein Risiko und du kannst immer einen Sturz haben", weiß wohl kaum jemand besser als der Mann mit der längsten Krankenakte im Feld.
Trotz mittlerweile 85 Punkten Rückstand auf die Spitze der MotoGP-Fahrerwertung glaubt die Konkurrenz immer noch, dass Marc Marquez in den Titelkampf eingreifen kann. Mehr dazu hier:



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