Formel 1

Strafversetzung in Suzuka - Kollision mit Massa: Strafe für Hülkenberg

Ungläubiges Kopfschütteln: Nach der Kollision zwischen Felipe Massa und Nico Hülkenberg hat die Rennleitung entschieden: Strafe für den Deutschen.
von Haris Durakovic

Motorsport-Magazin.com - In Runde elf krachte es. Felipe Massa kam zu seinem ersten Reifenwechsel an die Box. Bei der Ausfahrt schnellte Nico Hülkenberg heran und ging vor dem Brasilianer in die Schikane nach der ersten Kurve. Massa nahm die Kurve etwas übermotiviert und krachte in den Deutschen. Der Force India-Pilot bringt es auf den Punkt: "Ich war auf der Rennlinie, war vorne. Er hat sich wohl verbremst und traf mich hinten links. Ich weiß nicht, was ich hätte machen sollen. Das ist bitter und ärgerlich, wenn so etwas passiert." Eine Strafe erwartete der Deutsche zunächst nicht.

Die Strafe ist nicht nachvollziehbar
Nico Hülkenberg

Doch es kam anders. Die Rennleitung entschied sich dazu, den Emmericher für das nächste Rennen in Suzuka um drei Plätze in der Startaufstellung zurückzuversetzen. Hülkenberg ist sauer: "Die Strafe ist nicht nachvollziehbar. Die Meinungen wurden gar nicht angehört, sie wurde einfach so ausgesprochen." Ob das Team Einspruch gegen die Strafe einlegen wird, soll noch geklärt werden. Wenig Trost für Hülkenberg: Auch Massa konnte das Rennen nicht beenden.

Etwas diplomatischer bewertet der Brasilianer den Zwischenfall. "Nico war auf der Strecke, als ich aus der Box gekommen bin. Ich war links und habe gebremst. Er war außen und ich war innen und dann hat er zu mir rübergelenkt. Ich konnte nichts machen." Den Fehler sieht Massa bei Hülkenberg. "Er hätte einfach rechts bleiben müssen. Ich weiß nicht, warum er zu mir rübergezogen ist", fragt sich der Brasilianer.

Verantwortlich dafür, dass es zum Zusammenstoß kam, war nicht zuletzt Massas langsamer Boxenstopp. Der Brasilianer benötigte 4,8 Sekunden beim Reifenwechsel, weil Williams wieder einmal Probleme hatte. "Er hätte komfortabel vor Hülkenberg rauskommen sollen", sagte Williams-Performance-Chef Rob Smedely auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Selbst wenn es ein langsamer Stopp mit 3,5 Sekunden gewesen wäre, wäre er 1,3 Sekunden vor ihm geblieben."


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