Das Imperium schlägt zurück! Das ist nicht nur der Titel der fünften Episode der Star-Wars-Saga, sondern auch die treffende Formulierung für die Geschehnisse am letzten Tag der MotoGP-Testfahrten 2026 in Sepang. Nach einem unauffälligen Mittwoch mit vermeintlichen Aero-Problemen meldete sich Ducati am Donnerstag nämlich eindrucksvoll zurück.
Das Ergebnis: Alex Marquez zauberte bereits eine Stunde nach Testbeginn die schnellste Rundenzeit des Tages aus dem Hut: Eine 1:56.402 Minuten! Damit unterbot der Sieger des letztjährigen Malaysia-GPs die bislang beste Rundenzeit der Testfahrten von Joan Mir um fast eine halbe Sekunde und schrammte nur hauchdünn am Rundenrekord von Francesco Bagnaia aus dem legendären Sepang-Qualifying im Jahr 2024 vorbei. Doch damit nicht genug: Der Gresini-Pilot fuhr auch eine sehr beeindruckende Sprint-Simulation und mit Fabio Di Giannantonio (3.), Marc Marquez (4.), Bagnaia (5.) und Franco Morbidelli (6.) mischten auch alle anderen Ducatisti ganz vorne mit.
Lange Zeit hatte es sogar nach einer Vierfachführung für Borgo Panigale ausgesehen. Erst eine späte 'Timeattack' von Marco Bezzecchi verhinderte dies, er kämpfte sich noch von 0,624 Sekunden Rückstand auf 0,124 Sekunden an Alex Marquez heran und verbesserte sich damit von Rang fünf auf zwei. Raul Fernandez wurde Siebter, Pedro Acosta nur Achter. Der bestplatzierte KTM-Pilot verlor happige 0,851 Sekunden auf die Bestzeit. Mir und Enea Bastianini komplettierten die Top-10.
Zumindest wieder teilnehmen konnten am Donnerstag auch die Yamaha-Piloten. Mit voller Power waren sie allerdings nicht unterwegs, vielmehr fuhren sie nach den Vorfällen vom Mittwoch wohl mit gedrosselter Motorenleistung. Alex Rins gelang die beste Rundenzeit einer M1: 1,178 Sekunden Rückstand reichten zu Platz 12. Jack Miller und Toprak Razgatlioglu landeten direkt hintereinander auf den Rängen 17 und 18.
Erster MotoGP-Crash im Jahr 2026: Marc Marquez stürzt harmlos
Stürze, Defekte & Zwischenfälle: 23 Minuten dauerte es, ehe Luca Marini seine Honda RC213V mit einem technischen Problem bei Kurve neun abstellen musste. Eine halbe Stunde später landete am Donnerstag dann der erste Fahrer auf dem Hosenboden. Morbidelli gab sich die ungewollte Ehre, er rutschte harmlos in der Schlusskurve weg. Nochmal rund 30 Minuten später erwischte es dann auch Marc Marquez. Der amtierende MotoGP-Weltmeister verlor in Kurve eins die Front seiner Ducati. Interessant: Er war zu diesem Zeitpunkt mit der kompletten 2026er-Verkleidung unterwegs. Seht hier selbst:
Das Wetter: Nach viel Sonnenschein an den ersten beiden Testtagen in Sepang, war der Donnerstag von bewölktem Himmel geprägt. Mit 27 Grad in der Luft und 32 Grad am Asphalt war es dennoch schon zum Sessionstart um 10 Uhr lokaler Zeit tropisch warm. Rund um die Mittagszeit wurde es noch heißer, ehe einige Regentropfen rund zwei Stunden vor Testende nochmal für eine dezente Abkühlung sorgten.
Ihr habt verpasst, was an Testtag zwei in Sepang so alles passiert ist? Keine Sorge, Markus bringt euch in unserem aktuellen Video auf den neusten Stand:



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