Nur sieben Tage nach seinem MotoGP-Titelgewinn folgte für Marc Marquez im Indonesien-Grand-Prix ein weiterer Rückschlag. Er wurde von Marco Bezzecchi abgeräumt und zog sich Bänderverletzungen sowie eine Fraktur am Rabenschnabelfortsatz der rechten Schulter zu. Zunächst hofften die behandelnden Ärzte, dass Marquez ohne Operation davonkommen würde, schließlich war aber doch ein Eingriff nötig.

Marc Marquez: In Valencia nur auf MotoGP-Besuch

Damit stand fest, dass Marquez 2025 nicht mehr auf seiner MotoGP-Ducati sitzen würde. Er verpasste die letzten vier Rennwochenenden des Jahres und wird auch am so wichtigen ersten Test für die Saison 2026 am Dienstag in Valencia nicht teilnehmen. Marquez reiste dennoch an den Circuit Ricardo Tormo - schließlich gilt es eine WM-Medaille und den BMW für den besten Qualifyer des Jahres abzuholen.

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Im Zuge seines Valencia-Besuchs lieferte Marquez im Gespräch mit MotoGP-Boxengassenreporter Jack Appleyard auch ein Update zu seinem Gesundheitszustand: "Mir geht es schon besser, aber die Heilung braucht Zeit. Bei meiner rechten Schulter müssen wir auf jedes kleine Detail achten." An dieser Schulter wurde Marquez bereits 2019 nach mehreren Luxationen operiert. Anschließend folgte der jahrelang Leidenswegen am rechten Oberarm.

Marc Marquez' alte Wunden bleiben heil

Diese bestehenden Blessuren blieben bei Marquez' Crash in Indonesien aber glücklicherweise unberührt. "Das Wichtigste ist, dass diese Verletzung keinen Einfluss auf eine der alten Verletzungen hatte", weiß auch Marquez, der bereits erste Fortschritte macht. "In dieser Woche habe ich mit der Reha begonnen. Ich muss jetzt aber noch zwei bis drei Wochen geduldig sein, bis der Knochen vollständig verheilt ist. Dann wird es vorwärts gehen. Alles in allem läuft es aber gut. Ich glaube, dass ich für 2026 in einer guten Verfassung sein werde."

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Nicht nur körperlich, sondern auch mental scheint Marquez die erneute Verletzung mittlerweile gut verdaut zu haben. Der neue Weltmeister gestand am Samstag aber auch, dass keine einfachen Wochen hinter ihm liegen: "Es hat sich eigenartig angefühlt. Die Verletzung ist zu einem Zeitpunkt gekommen, in dem ich eigentlich feiern hätte sollen. Gleichzeitig ist sie aber zum bestmöglichen Zeitpunkt gekommen, weil ich den Weltmeistertitel schon fixiert hatte. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle."

Während Marc Marquez in Valencia also noch zusehen muss, gibt ein anderer MotoGP-Weltmeister sein Comeback. Jorge Martin sitzt wieder auf der Aprilia - und wurde noch vor der ersten Ausfahrt bestraft:

Jorge Martin feiert MotoGP-Comeback in Valencia - mit Strafe! (07:08 Min.)