Nach Luca Marinis Verletzung bei einer Trainingsfahrt für die Acht Stunden von Suzuka wird Honda zum Grand Prix in Aragon überraschend nur mit einem Fahrer im Werksteam an den Start gehen, obwohl die Japaner gleich drei Ersatzfahrer unter Vertrag haben. Vom Verletzten selbst gibt es indes erste gute Nachrichten.
Drei Honda-Ersatzfahrer unter Vertrag, aber keiner davon in Aragon dabei
Nur Joan Mir wird bei seinem Heimrennen in der Box des Werksteams zu finden sein, obwohl mit Aleix Espargaro und Takaaki Nakagami zuletzt gleich zwei Honda-Tester zum Wildcard-Einsatz kamen und theoretisch auch noch Stefan Bradl in Frage käme. Das geht aus der Meldeliste für den Aragon-Grand-Prix hervor.
Per Reglement ist Honda auch noch nicht zu einem Ersatz verpflichtet. Dies gilt erst, wenn die Verletzung mehr als neun Tage zurückliegt. Marini stürzte im Test am letzten Mittwoch, womit der Aragon-GP noch genau in diese Frist fällt. Außerdem wird Honda damit einen Fahrer weniger zum Montagstest nach dem Rennen haben, denn auch dort soll keiner der Testfahrer teilnehmen. Erst zum nächsten Grand Prix in Mugello ist dann ein Ersatz definitiv Pflicht.
Vater entwarnt bei Luca Marini: Rückkehr nach Europa wohl früher als erwartet
Luca Marini selbst wird dann sicherlich noch nicht in Frage kommen. Doch vom Italiener gibt es nun erste gute Neuigkeiten. Sein Vater Massimo gab in der Zeitung 'Il resto del Carlino' Auskunft. Der Honda-Pilot erlitt eine Hüftluxation, eine Bänderverletzung im linken Knie und Brüche des Brust- beziehungsweise linken Schlüsselbeins. Außerdem entstand ein Pneumothorax am linken Lungenflügel, also eine Luftbildung zwischen Lunge und Brustwand. Dennoch betont sein Vater, dass keine Operation nötig sein wird: "Mit einer gewissen Zeit der Physiotherapie wird er sich erholen können."
Die Intensivstation des Krankenhaus hat der Italiener bereits am Freitag verlassen. Eine Überführung in die italienische Heimat steht nun im Raum. Diese könnte bereits in etwa einer Woche erfolgen und damit deutlich früher, als dies bei einem Pneumothorax-Patienten zu erwarten wäre. Außerdem stellte sein Vater klar: "Das Gerücht, dass sogar seine Karriere in Frage steht, muss entschieden zurückgewiesen werden." Der Fahrer selbst meldete sich auf Instagram mit einem Bild aus dem Krankenhaus und den Worten: "Ich danke euch allen für eure Unterstützung! Ich werde euch auf dem Laufenden halten."
Im Gegensatz zum leider verunfallten Marini kann MotoGP-Kollege Jack Miller einen Start bei den Acht Stunden von Suzuka anpeilen:



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