Trotz seines Vertragsstreits mit Aprilia beehrte Jorge Martin am vergangenen Wochenende das 'Aprilia All Stars'-Event in Misano. Eine Ausfahrt des nach wie vor angeschlagenen Weltmeisters war ursprünglich nicht geplant, Martin entschied sich aber spontan dazu, mit einer RS 660 und später einer RSV4 rund 20 Runden zu drehen. Es waren seine ersten Motorradkilometer seit der erneuten Verletzung im Katar-Grand-Prix Mitte April.
Jorge Martin skeptisch: MotoGP-Comeback vor Sommerpause?
"Es hat sich gut angefühlt", verriet Martin anschließend im Interview mit 'GPone'. "Mir geht es körperlich schon etwas besser - das ist das Wichtigste. Auch mental sehe ich bereits das Licht am Ende des Tunnels. Deshalb bin ich zufrieden." Martin dämpfte aber Erwartungen, er könne schon bald wieder ins MotoGP-Renngeschehen eingreifen: "Ich werde vor der Sommerpause auf jeden Fall noch trainieren und dann auch mit dem MotoGP-Bike testen. Ob es schon für ein Rennwochenende reichen wird, weiß ich nicht. Dafür muss ich zu 100 Prozent fit sein."

Aprilia erstritt für seinen Superstar ja in den vergangenen Monaten die Möglichkeit zu einem Privattest auf dem MotoGP-Bike. Dieser ist allen Fahrern erlaubt, die drei oder mehr Events in Folge verpasst haben oder mehr als 45 Tage hintereinander nicht an einem MotoGP-Event teilnehmen konnten. Martin hat diese Marke bereits mit dem Rennwochenende in Silverstone erreicht, wäre also jederzeit testberechtigt.
Untersuchung zeigt nicht ausgeheilte Verletzung von Jorge Martin
Am Montag dieser Woche reiste Martin nun für einen medizinischen Check zu Dr. Xavier Mir und Dr. Angel Charte nach Barcelona. Wie Aprilia daraufhin mitteilte, schreitet die Heilung der gebrochenen Rippen in einem üblichen Tempo voran. Auch der Bruch der Speiche ist verheilt. Am Kahnbein ist die Bruchlinie allerdings noch erkennbar.
Das Ärzteteam rät Martin daher weiterhin zu intensiven elektromagnetischen Therapien, die das Heilungstempo im verletzten Knochen ankurbeln sollen. Die nächste Untersuchung ist in einem Monat angesetzt. Verläuft diese positiv, könnte Martin vielleicht doch noch vor der Sommerpause zurückkehren und die Rennwochenenden am Sachsenring (11. bis 13. Juli) und in Brünn (18. bis 20. Juli) bestreiten. Über einem möglichen Comeback schwebt aber natürlich weiterhin die Ungewissheit, wie es zwischen ihm und Aprilia weitergeht.
Martin hat mit seinem Wechselwunsch von Aprilia zu Honda den Transfermarkt für die MotoGP-Saison 2026 jedenfalls mächtig auf den Kopf gestellt. Welche Entwicklungen sich jetzt abzeichnen, erfahrt ihr im Video:



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