WM-Favorit Marc Marquez wollte weitere Stürze in der MotoGP-Saison unbedingt vermeiden, doch in Silverstone erwischte es ihn wieder. Dank einer Menge Glück durch frühen Abbruch konnte er nach dem Restart trotzdem auf Rang drei fahren. Der Sturz selbst sorgte bei ihm im Nachhinein sogar für etwas Gelächter.

Wie auf der Wasserrutsche: Marc Marquez lacht über kuriose Sturzszene

In der zweiten Runde des ersten Versuches des Großbritannien GP hatte Marquez in Maggots die Front seiner Ducati verloren und war danach sehr weit bis in die Banden gerutscht. Diese sind eigentlich dazu da, um die Fahrer bei einem Abkürzen - etwa nach einem Fehler oder um im Training Platz zu machen - auszubremsen, weil sie umfahren werden müssen.

Marquez aber war auf dem Boden und rutschte auf sie zu, ehe er sie am Ende mit dem Helm in alter Fußballermanier wegköpfte. Auch wenn danach noch viel passierte an diesem Sonntag, so wurde der Spanier in der Pressekonferenz nach genau dieser Szene gefragt. Er konnte nurmehr mit Humor reagieren: "Da habe ich sogar noch vor zwei Minuten daran gedacht. Das war wie auf einer Wasserrutsche. Ich rutschte da und sah, wie ich mich einer Wand nähere. Aber ich wusste, dass sie weich ist."

Marco Bezzecchi scherzt: Die Banden haben dir sogar geholfen!

Einen seinen berühmten Saves auszupacken, dafür war es schon viel zu spät. Also hieß es mit vollem Einsatz rein: "Als mir klar wurde, dass ich sie treffen werde, dann muss du dich anspannen und sie weghauen." Angst verspürte er dabei aber nicht: "Das war natürlich kein Spaß, weil es direkt nach einem Sturz war. Aber dieser Moment war nicht furchterregend. Du weißt, dass du irgendwann anhalten wirst." Sieger Marco Bezzecchi konnte sich einen Kommentar nicht verkneifen: "Die Dinger haben dir sogar dabei geholfen, zu stoppen." Marquez lachte nur: "Ja!"

Kurz konnte Marquez also über seinen erneuten Fehler schmunzeln. Am Ende war ihm aber sehr wohl bewusst, dass er da eigentlich schon wieder vor einem weggeworfenen Rennen stand. "Diese rote Flagge hat mir eine zweite Chance gegeben. Aber solche Fehler muss ich vermeiden", lautete daher dann doch das ernste Fazit zur Wasserrutschen-Episode.

Gar nicht zum Lachen ist derzeit Marquez-Teamkollege Francesco Bagnaia zumute. Seine Krise wird langsam zur Grundsatzfrage: