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MotoGP

MotoGP Silverstone: Alle Reaktionen zum Trainings-Freitag

Die MotoGP feiert nach einem Jahr Corona-bedingter Pause ihr Silverstone-Comeback - und das gleich mit zahlreichen Unfällen. Alle Stimmen zum Freitag.
von Florian Niedermair

1. Fabio Quartararo (Monster Energy Yamaha): "Es war ein Fehler von uns, diesen Reifen überhaupt zu verwenden, das war ein unnötiges Risiko. Ich wäre schon vor meinem Crash ein paar Mal fast gestürzt und in Kurve acht hat es mich dann schließlich erwischt. Auf dem Motorrad habe ich eigentlich keine Schmerzen. Das ist das Wichtigste. Am Samstag sollte alles wieder ziemlich normal sein. Der Knöchel kann höchstens etwas entzündet sein. Es ist alles so schnell gegangen, dass ich gar keine Zeit hatte, um über den Sturz nachzudenken. Ich war auf einer Mission und wollte möglichst viele Runden drehen."

2. Jack Miller (Ducati Lenovo): "Ich bin begeistert wieder in Silverstone zu sein! im Vergleich zu 2019 haben sich die Asphaltbedingungen verbessert. Im Vergleich zu vor zwei Jahren hat sich mein Gefühl für das Motorrad sehr verbessert, und das zeigt auch, dass die Desmosedici GP in den letzten Jahren große Schritte nach vorne gemacht hat! Wir haben in diesem Jahr ein großartiges Motorrad, mit dem wir auf jeder Strecke konkurrenzfähig sind. "

3. Jorge Martin (Pramac Ducati): "Ich fühle mich großartig auf dem Motorrad. Seit heute Morgen haben wir einen großen Schritt nach vorn gemacht. In den Kurven 9 und 10 verliere ich Zeit, aber morgen werden wir hart arbeiten, um uns in diesem Sektor zu verbessern."

4. Pol Espargaro (Repsol Honda): "Heute lief alles recht gut. Mit den Medium-Reifen konnten wir nicht allzu sehr pushen, weil es noch ziemlich kalt war, aber mit den weichen Reifen haben wir bei diesen Bedingungen eine gute Lösung gefunden. Ich kann mich heute nicht beschweren und fühle mich im Moment gut mit dem Motorrad, der Strecke und den Temperaturen. Alles läuft reibungslos für uns."

5. Marc Marquez (Repsol Honda): "Heute fühlt ich mich von Anfang an richtig gut. Leider hatten wir am Ende des FP1 einen heftigen Sturz und ich bekam etwas in mein Auge, weshalb in FP2 meine Augen tränten und es schwierig war, mich gut zu konzentrieren. Selbst in dieser Situation waren wir in der Lage, gute Leistungen zu erbringen. Nach FP2 fühlt sich mein Auge schlechter an, aber meine Sehkraft war immer in Ordnung, dennoch ging ich ins Krankenhaus um es reinigen zu lassen. "

6. Francesco Bagnaia (Ducati Lenovo): "Im FP1 hatte ich ein wenig mit dem mangelnden Grip zu kämpfen, aber am Nachmittag haben wir uns stark verbessert und mit dem Motorrad einen großen Schritt nach vorne gemacht. Am Nachmittag war es kalt, weshalb ich nicht zu viele Risiken einging."

7. Aleix Espargaro (Aprilia Gresini): "Ich bin zufrieden. Die RS-GP funktioniert insgesamt gut. Ich habe es geschafft, schnell und konstant zu sein, vor allem in der Rennkonfiguration. Wir müssen versuchen, aus dem weichen Reifen etwas mehr rauszuholen. "

8. Brad Binder (Red Bull KTM): "Ich hatte viel Spaß heute. Auf dem MotoGP-Bike ist diese Strecke aber deutlich fordernder. Es fiel mir schwerer als gedacht. Man muss sehr sauber fahren und darf keine Scheitelpunkte verpassen. Es gab ein paar kleinere Probleme, aber an diesen arbeiten wir morgen noch."

9. Alex Rins (Suzuki ECSTAR): "Es hat mir viel Freude bereitet, auf der GSX-RR zum ersten Mal auf dieser Strecke zu fahren, aber ich hatte auch ein paar Schwierigkeiten. Im 1. Training hat sich irgendetwas an der Front nicht gut angefühlt, was mich viel Selbstvertrauen gekostet hat. Im 2. Training lief es bereits besser. Wir müssen noch einige Dinge anpassen, aber das ist normal, wenn man das erste Mal an eine Strecke kommt. Heute war ich noch nicht konkurrenzfähig, morgen will ich es aber sein."

Valentino Rossi ist nach P10 am Freitag auf Kurs zu Q2 - Foto: LAT Images

10. Valentino Rossi (Petronas Yamaha): "Heute war ein positiver Tag, da mein Gefühl für das Motorrad bereits am Vormittag sehr gut war. Am Ende des Tages sind mit auf dem Soft-Reifen zwei gute Runden gelungen, mit denen ich in die Top-10 eingezogen bin. Sollte es morgen trocken bleiben - so wie vorhergesagt - dann werden alle Fahrer sicher noch eine Sekunde schneller werden. Daher müssen wir uns morgen auf jeden Fall verbessern."

11. Iker Lecuona (Tech 3 KTM): "Am Morgen haben wir am Bike etwas an der Basis ausprobiert und ich habe mich auf dem letzten Run mit gebrauchten Reifen gut gefühlt. Am Nachmittag haben wir versucht, diese Basis weiter zu verbessern. Ein weiteres Mal gelang es mir, allein schneller zu fahren und später mit einem anderen Fahrer. Ich fühlte mich wirklich sehr stark. Ich habe versucht, Marc (Marquez) zu folgen und habe nur ein paar Zehntel verloren."

12. Enea Bastianini (Esponsorama Ducati): Bislang noch kein Statement verfügbar

13. Joan Mir (Suzuki ECSTAR): "Es war ein kalter Tag in Silverstone, an dem mein Gefühl nicht schlecht war und ich eine gute und konstante Pace zeigen konnte. Auf gebrauchten Reifen war ich ziemlich schnell, konnte aber leider keine starken Verbesserungen erzielen, sobald ich auch den Soft-Reifen wechselte. Wir müssen morgen daran arbeiten, eine schnelle Rundenzeit zu erzielen. Das ist mein Ziel."

14. Johann Zarco (Pramac Ducati): "Ich habe viel mit dem Heck zu kämpfen, das erlaubt mir nicht, mein Bestes zu geben. Gemeinsam mit dem Team werden wir weiter versuchen, diese Situation zu lösen und im FP3 eine gute Rundenzeit zu fahren."

Noch nicht auf Tempo: Johann Zarco am Freitag mit Rückstand. - Foto: LAT Images

15. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Ich hatte keinen schlechten Start. Aber im 2. Training hatten wir Probleme mit dem Grip am Hinterrad. Beim Bremsen und in der Kurve lief es gut, aber beim Beschleunigen verliere ich viel Zeit. Das Hinterrad war völlig außer Kontrolle und wir müssen verstehen, wie das passieren konnte. Dafür haben wir heute noch keine Lösung finden können."

16. Cal Crutchlow (Petronas Yamaha): "Es war wieder ein Lerntag. Ich bin seit Anfang April nicht mehr mit dem 2021er-Bike gefahren. Das Gefühl und die Position auf dem Motorrad waren ein bisschen anders. Insgesamt war es kein schlechter Tag. Ich habe das Gefühl, dass wir einen guten Job gemacht haben."

17. Luca Marini (Sky VR46 Ducati): "Bei dieser Kälte hatte ich in FP1 keinen Grip, es gab auch viele Unebenheiten und ich hatte ein bisschen zu kämpfen. Besser in FP2, ich bin mit Medium gestartet und habe mich gut gefühlt. Schade ist in den beiden Trainings, dass war viel Verkehr und ich nicht das ganze Potential ausschöpfen konnte."

18. Danilo Petrucci (Tech 3 KTM): "Ich war recht zufrieden mit dem Gefühl. Aber wie immer kann ich den zusätzlichen Grip des weichen Reifens nicht wirklich nutzen. Unsere Pace ist ziemlich gut, aber ich kann meine Rundenzeit auf eine Runde nicht verbessern. Ich bin sehr konstant, aber irgendwie muss ich schneller werden, um in der Wertung einen Schritt nach vorne zu machen."

19. Miguel Oliveira (Red Bull KTM): Bislang noch kein Statement verfügbar

20. Alex Marquez (LCR Honda): "Dieser erste Tag war etwas kompliziert aufgrund meiner Stürze. Dass ich sowohl am Morgen als auch am Nachmittag weggerutscht bin, hat nicht gerade geholfen unser volles Potenzial zu zeigen. Wir sind zwar weit weg von den schnellsten Fahrern, aber hier sind die Abstände immer etwas größer."

21. Jake Dixon (Petronas Yamaha): "Eine unglaubliche Erfahrung für mich! Auf den ersten Runden war ich so langsam und ich musste mein komplettes Timing auf der Bremse und beim Beschleunigen an die Kraft der MotoGP-Bikes anpassen. Am Nachmittag hat es mir aber schon richtig Spaß gemacht, da ich alle Vorgänge besser unter Kontrolle hatte. Ich will mich morgen weiter von Session zu Session steigern."

22. Lorenzo Savadori (Aprilia Gresini): "Um ehrlich zu sein, habe ich erwartet, dass es besser laufen würde, aber Tatsache ist, dass man nie wirklich weiß, wie die Situation ist, bis man auf ein MotoGP-Motorrad steigt. Es ist eine sehr physische Strecke und im Moment bin ich nicht in der Lage zu pushen und so zu fahren, wie ich es gerne hätte. Wir haben heute versucht, nicht zu viele Runden zu drehen, um die Situation nicht noch schlimmer werden zu lassen."


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