Motorsport-Magazin.com Plus
MotoGP

Andrea Dovizioso: Komplette Test-Serie auf Aprilia geplant

Aprilia intensiviert die Zusammenarbeit mit Andrea Dovizioso. Der spricht schon von einem MotoGP-Comeback, lässt aber noch einiges offen.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Der MotoGP-Flirt zwischen Aprilia und Andrea Dovizioso wird intensiver. Wie der italienische Hersteller am Freitag verkündete, wird es in den kommenden Monaten zu einer ganzen Serie von gemeinsamen Test kommen.

Bereits am 23./24. Juni wird Dovizioso wieder für Aprilias Test-Team in den Sattel der RS-GP steigen. "Es freut mich, dass Aprilia mich gefragt hat, die Testarbeit, die wir in Jerez begonnen haben, fortzuführen. Ich denke, davon werden beide Seiten profitieren", wird der Italiener in einer Presseaussendung zitiert.

"Ich kann dadurch weiterhin auf einem MotoGP-Motorrad für ein mögliches Comeback im Jahr 2022 trainieren, während Aprilia von mir Feedback und für sie interessante Informationen bekommt. Daher wird es weitere Tests geben", so Dovizioso.

Dass Aprilia den Italiener 2022 gerne als Stammfahrer verpflichten würde, daraus machte der Hersteller aus Noale nie einen Hehl. Bislang verfügt nur Aleix Espargaro über einen gültigen Vertrag für die kommende Saison, während Lorenzo Savadori bei Aprilia zwar Zukunft haben dürfte - aber eher in der Rolle des Testfahrers.

Technik-Chef Romano Albesiano lobte Dovizioso jedenfalls in den höchsten Tönen: "Unser RS-GP-Projekt durchlief im Vorjahr eine große Revolution und wir können nun endlich die Weiterentwicklung ordentlich vorantreiben. Der erste Teil der laufenden Saison war bislang sehr positiv und wir konnten nun gemeinsam mit Andrea den weiteren Fahrplan aufstellen. Das ist eine großartige Möglichkeit, unsere Evolution schnell voranzutreiben."

Aprilia wird 2022 zum ersten Mal in der MotoGP als vollwertiges Werksteam an den Start gehen. Bislang fungierte Gresini Racing als Einsatzteam, doch die Kooperation endet mit der laufenden Saison. Ob Aprilia neben dem Werksteam künftig auch ein Kundenteam betreiben wird, ist noch offen. Gresini Racing tendiert bislang eher zu Ducati, während das Werben um das neue VR46-Team im Sand verlief. Valentino Rossi kündigte zuletzt in Le Mans an, dass sein Rennstall entweder mit Ducati oder Yamaha fahren wird.


Weitere Inhalte: