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MotoGP

KTM-Testfahrer Mika Kallio: Beinbruch, lange MotoGP-Pause

Mika Kallio hat sich bei einem Eisrennen in seiner Heimat Finnland das linke Schien- und Wadenbein gebrochen. KTM muss nun lange auf ihn verzichten.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Es hätte ein harmloses Abenteuer in der Winterpause werden sollen, nun fällt Mika Kallio für zwei Monate verletzt aus. Der KTM-Testfahrer nahm am Sonntag an einem Eisrennen im finnischen Seinäjoki teil. Dabei unterlief ihm ein kleiner Fehler, durch den er von der präparierten Piste abkam. Er verfing sich mit seinem linken Bein in der aus Schnee und Eis bestehenden Streckenbegrenzung.

Kallio konnte einen Sturz zwar vermeiden, doch sein linkes Schien- und Wadenbein brach beim Aufprall. "Eine Operation am Schien- und Wadenbein wartet auf mich", schrieb er unter einem Bild des gebrochenen Beins und einer Videoaufnahme des Unfalls auf seinem Instagram-Kanal. "Leider haben kleine Fehler manchmal schmerzhafte Konsequenzen. So hatte ich mir das heutige Eisrennen nicht vorgestellt. Ich werde nun sieben bis acht Wochen nicht Motorradfahren können. Ich möchte mich bei allen Betroffenen entschuldigen. Das ist die Schattenseite des Rennsports, auch wenn man ihn nur hobbymäßig betreibt."

Damit ist klar, dass KTM in der Vorbereitung auf die MotoGP-Saison 2021 auf seinen langjährigen Entwicklungspiloten verzichten muss. Die Wintertestfahrten in Katar beginnen ja bereits in dieser Woche (6. und 7. März) und werden kommende Woche von 10. bis 12. März fortgesetzt. Somit müssen sich die Österreicher vermehrt auf ihren Edeltester Dani Pedrosa verlassen.

Für Kallio ist es die zweite lange Zwangspause innerhalb von drei Jahren. 2018 war er bei einem Wildcard-Einsatz am Sachsenring schwer gestürzt und hatte sich eine komplizierte Knieverletzung zugezogen. Damals musste er fast sechs Monate pausieren.

Mischt KTM 2021 die MotoGP auf? Pit Beirer im Talk: (34:58 Min.)

Der mittlerweile 38-jährige Kallio bestritt in den vergangenen fünf Saisons insgesamt 14 Rennen als Wildcard- oder Ersatzfahrer für KTM und holte dabei insgesamt 24 WM-Punkte.


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