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MotoGP - Franco Morbidelli: Valentino Rossi als Ass im WM-Ärmel

Franco Morbidelli ist nach einem dominanten Sieg in Aragon zurück im MotoGP-Titelkampf. Dort baut er auf Mentor Valentino Rossi.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Nur 25 Punkte oder umgerechnet ein Sieg fehlen Franco Morbidelli vor den letzten drei MotoGP-Saisonrennen auf WM-Leader Joan Mir. Der Petronas-Yamaha-Pilot befindet sich nach seinem zweiten Sieg am Sonntag in Aragon wieder voll im Titelkampf.

"In so einer späten Phase der Saison Vierter in der WM zu sein ist großartig", stellte Morbidelli am Sonntagnachmittag in Aragon fest. "Vor zwei Jahren habe ich noch davon geträumt, überhaupt in die MotoGP zu kommen. Ich will aber immer mehr und werde alles geben, um das auch zu erreichen. Wir sind jetzt voll im Rennen, müssen aber natürlich die letzten drei Rennen volle Attacke reiten und dürfen dennoch keine Fehler machen."

Neben Morbidelli, der mit 112 Punkten auf Gesamtrang vier liegt dürfen sich wohl noch fünf andere Fahrer zumindest geringe Chancen auf den Titel ausrechnen: Alex Rins mit 105, Andrea Dovizioso mit 109, Maverick Vinales mit 118, Fabio Quartararo mit 123 und natürlich WM-Leader Mir 137 Zählern.

Im Kampf gegen dieses Quintett will Morbidelli auf die Lehren bauen, die ihm sein großer Mentor Valentino Rossi, seines Zeichens immerhin siebenfacher Champion der Königsklasse, in den vergangenen Jahren vermittelt hat. "Wenn du so viel Zeit mit einem derart großartigen und erfahrenen Piloten verbringst, dann lernst du gewisse Dinge, ohne dass sie ausgesprochen werden. Du übernimmst mit der Zeit gewisse Verhaltensweisen in deine eigene Persönlichkeit. Ich bewundere Vale sehr und versuche, gewisse Situationen im Sport und im Leben generell so zu bewältigen, wie er das macht. Ich frage mich immer: "Was würde Vale tun?" Er hat immer die richtige Lösung zur richtigen Zeit parat", so Morbidelli.

Morbidelli fuhr am Sonntag in Aragon in einer eigenen Liga - Foto: MotoGP.com

Nach dem dominanten Sieg am Sonntag strotzte der 26-Jährige nur so vor Selbstbewusstsein: "Ich war sehr konzentriert und das Motorrad hat sich genial angefühlt. Ich hatte so viel Spaß, dass die 23 Runden wie im Flug vergangen sind. Das Team hat auch super Arbeit geleistet. Das Motorrad hat es mir erlaubt, das ganze Rennen über präzise und dennoch aggressiv zu fahren. Ich habe keinen Drop bei den Reifen gespürt. Das ist sehr positiv."

Wenn Morbidelli diese Form in den kommenden Double-Header von Valencia mitnimmt, könnte er im Saisonfinale tatsächlich noch für eine Überraschung sorgen.


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