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MotoGP Aragon 2020: Morbidelli siegt, Mir macht Big-Points

Franco Morbidelli gewinnt Aragon sein zweites MotoGP-Rennen. Joan Mir wird Dritter und baut seine WM-Führung damit kräftig aus.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Franco Morbidelli liefert im zweiten MotoGP-Rennen von Aragon eine echte Galavorstellung, führt fast den gesamten Grand Prix an und gewinnt souverän. Alex Rins wird Zweiter, Joan Mir belegt Rang drei und baut seine WM-Führung somit deutlich aus. Polesitter Takaaki Nakagami kommt nur wenige Kurven weit.

MotoGP Aragon 2020: Der Rennfilm

Die Startaufstellung: 1. Nakagami, 2. Morbidelli, 3. Rins, 4. Vinales, 5. Zarco, 6. Quartararo, 7. Crutchlow, 8. Oliveira, 9. P. Espargaro, 10. A. Marquez, 11. Lecuona, 12. Mir, 13. A. Espargaro, 14. Miller, 15. Binder, 16. Bradl, 17. Dovizioso, 18. Bagnaia, 19. Petrucci, 20. Rabat, 21. Smith

Start: Nakagami kommt von der Pole aus gut weg und biegt als Erster in Turn 1. Rins geht innen an Morbidelli vorbei, kommt am Kurvenausgang aber zu weit hinaus und muss Morbidelli wieder vorbeilassen.

Jack Miller und Brad Binder kollidieren und sind aus dem Rennen.

1. Runde: Nakagami stürzt! Der Polesitter kommt nur fünf Kurven weit. Morbidelli übernimmt die Führung vor Rins, Zarco, Vinales, Mir und Quartararo.

Dovizioso hat von Startplatz 17 aus bereits vier Positionen gutgemacht und liegt auf P13.

3. Runde: Alex Marquez ist an Quartararo vorbei, der nur noch auf P7 liegt.

4. Runde: Morbidelli und Rins können sich etwas absetzen, dahinter bilden Zarco, Vinales und Mir die Verfolgergruppe.

Alex Marquez liegt mit 2,5 Sekunden Rückstand auf P6, fährt als einziger Fahrer mit dem harten Vorderreifen aber die bislang schnellste Rennrunde.

5. Runde: Francesco Bagnaia gibt auf. Er stellt seine Ducati nach einem desaströsen Wochenende an der Box ab.

6. Runde: Mir bremst sich in Turn 12 an Vinales vorbei und ist neuer Vierter. Drei Kurven später muss Vinales auch Alex Marquez vorbeilassen.

9. Runde: Zarco geht in der letzten Kurve extrem weit, Mir und Alex Marquez kleben nun an seinem Hinterrad.

10. Runde: Pol Espargaro drückt sich in Turn 1 an Quartararo vorbei. Der Franzose liegt nur noch auf Platz acht und gerät direkt unter Druck von Oliveira.

11. Runde: Mir schnappt sich in Turn 4 Zarco und ist neuer Dritter. Knapp drei Sekunden fehlen ihm auf Leader Morbidelli, 13 Runden sind noch zu fahren.

In der Zielkurve holt sich Marquez P4 von Zarco, doch der kontert auf der Start-Ziel-Geraden.

12. Runde: In Turn 4 muss sich Zarco geschlagen geben. Marquez ist vorbei und Vierter.

13. Runde: Pol Espargaro macht einen weiteren Platz gut und schnappt sich P6 von Vinales.

Nach vorne geht es auch für Dovizioso, der Aleix Espargaro kassiert hat und Elfter ist.

14. Runde: Alex Marquez ist aus dem Rennen! Er fliegt in Kurve zwei ab.

15. Runde: Dovizioso ist an Crutchlow vorbei und damit Neunter.

Nach einem rundenlangen Duell hat Oliveira nun Quartararo überholt, der damit auf P8 zurückfällt.

17. Runde: Dovizioso verliert in Kurve eins wieder eine Position an Aleix Espargaro. Dann verbremst sich Dovizioso auch noch im Corkscrew und fällt auf Platz zwölf hinter Lecuona und Crutchlow zurück.

18. Runde: Morbidelli zieht die Pace an der Spitze an. Er schraubt seinen Vorsprung auf Rins erstmals in diesem Rennen auf mehr als eine Sekunde.

19. Runde: Vinales verliert weiter an Boden. Oliveira schiebt sich an ihm vorbei und verdrängt den Yamaha-Mann auf P7.

20. Runde: Dovizioso gerät nun im Kampf um Platz zwölf auch noch unter Druck von Petrucci.

21. Runde: Pol Espargaro kassiert in Turn 1 Zarco und ist bereits Vierter.

Aleix Espargaro rollt auf Rang neun liegend aus. Seine Aprilia hat den Geist aufgegeben.

23. und letzte Runde: Auch Stefan Bradl ist an Dovizioso vorbei! Der Ducati-Star fällt auf P13 zurück.

Ziel: Morbidelli gewinnt souverän mit 2,2 Sekunden Vorsprung auf Rins. Mir sorgt für das zweite Suzuki-Doppelpodium in Serie. Pol Espargaro wird starker Vierter vor Zarco und Oliveira. Vinales und Quartararo müssen sich mit den Rängen sieben und acht begnügen. Lecuona wird Neunter vor Petrucci und Crutchlow. Bradl holt einen guten zwölften Rang. Dovizioso enttäuscht mit P13. Rabat und Smith holen als 14. und 15. die letzten Punkte und sind auch die letzten beiden Fahrer im Ziel.

Mir führt in der Weltmeisterschaft nun 14 Punkte vor Quartararo, 19 vor Vinales und 25 vor Morbidelli. Dovizioso muss mit 28 Zählern Rückstand seine Titelhoffnungen wohl begraben.

So lief es in Aragon für Stefan Bradl

Stefan Bradl hat in der Startphase des Rennens zu kämpfen. Durch viele Stürze vor ihm wird er aber nach vorne gespült und kann in der Schlussrunde sogar noch Andrea Dovizioso abfangen. So wird Bradl am Ende Zwölfter und holt sein zweitbestes Saisonergebnis, das beste im Trockenen.

Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Aragon

Franco Morbidelli (Sieger, Petronas Yamaha): "Mir war klar, dass ich aggressiv starten muss. Als ich dann freie Fahrt hatte, habe ich jede Runde alles gegeben. Ich war sehr konzentriert und das Motorrad hat sich genial angefühlt. Ich hatte so viel Spaß, dass die 23 Runden wie im Flug vergangen sind. Das Team hat auch super Arbeit geleistet. Das Motorrad hat es mir erlaubt, das ganze Rennen über präzise und dennoch aggressiv zu fahren."

Alex Rins (Zweiter, Suzuki): "Es war ein gutes Rennen - viel schneller als vergangene Woche. Franco hat heute eine super Leistung gezeigt. Ich habe versucht, ihm zu folgen, aber es war sehr schwierig. Mit dem weichen Vorderreifen war ich zu Beginn gut unterwegs, aber Runde für Runde ging es bergab. Da habe ich mir dann gesagt, dass ein Podium heute reicht. Das ist mir dann auch gelungen."

Joan Mir (Dritter, Suzuki): "Wenn ich heute mehr gegeben hätte, wäre das Risiko zu groß gewesen. Ich bin ein gutes Rennen gefahren, aber die Jungs an der Spitze waren schnell etwas weg und ich konnte die Lücke nicht mehr schließen. Sie waren superschnell und bei mir ging heute nicht mehr. Ich habe zu Beginn die Reifen wohl etwas mehr strapaziert und am Ende dafür bezahlt. Ein weiteres Podium von Startplatz zwölf ist aber ein super Ergebnis. Dieser dritte Platz fühlt sich an wie ein Sieg."


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