MotoGP

Die Stimmen zum Rennen der Dutch TT in der MotoGP

Valentino Rossi holte seinen zehnten Assen-Sieg, Regen machte das Rennen zur Reifenlotterie. Das hatten die Piloten zum Rennen in Assen zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Valentino Rossi (Yamaha): "Diese Strecke ist immer speziell, vor allem heute. Es waren so viele Leute hier und die Strecke ist fantastisch. Ich freue mich so für mein Team, weil ich das erste Mal seit einem Jahr wieder ganz oben stehen kann. Danke an alle, es war ein tolles Rennen."

2. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich denke, dass ich das Rennen für die letzten drei Runden gut vorbereitet habe. Ich hätte gedacht, dass es nur zwischen Vale und mir ablaufen würde. Aber dann haben wir auf der letzten Runde Barbera und Rins aufgeholt. Es gab keine Blauen Flaggen für sie. Wenn das nicht gewesen wäre, hätte ich gewinnen können. Ich freue mich über das Podium, aber wir halten uns immer an die Regeln und wenn es dann einmal wichtig ist, gibt es keine Blauen Flaggen."

3. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein schweres Rennen. Wir wussten, dass wir hier Probleme haben würden. Wenn man mir gesagt hätte, dass ich nach dem Rennen elf Punkte hinter dem WM-Leader liegen würde, hätte ich das unterschrieben. Ich hatte ein paar Warnungen, aber am Ende habe ich es geschafft. Das ist toll, weil ich hier sonst nicht so stark bin."

4. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin zufrieden, hier Vierter geworden zu sein. Ich war mit meiner Pace in der Mitte des Rennens nicht wirklich zufrieden. Ich hatte ein paar Probleme mit meinem Vorderreifen und konnte nicht so hart pushen, wie ich gewollt hätte. Aber ich habe mir gedacht, dass wir trotzdem auf dem Weg zu einem guten Resultat waren, also habe ich einfach weitergekämpft."

Andrea Dovizioso fuhr Platz 5 nach Hause - Foto: Ducati

5. Andrea Dovizioso (Ducati): "Das Rennen heute war sehr schwierig, und aus Reihe 3 zu starten machte die Dinge etwas komplizierter. Am Start konnte ich nicht flüssig fahren und verlor den Anschluss an die Führungsgruppe, aber ich blieb konzentriert, um zu sehen, ob ich aufholen konnte, und als Vinales vor mir stürzte, pushte ich, um wieder an die Spitzengruppe zu kommen. In diesem Moment war ich auf der Strecke der Schnellste und das ist ein gutes Zeichen für unser Bike. Als ich die Führenden einholte, begann es zu regnen, aber man konnte nicht wirklich sehen, wo die Strecke trocken war und wo nicht. Deshalb wollte ich kein Risiko eingehen und versuchte, das Rennen so gut wie möglich zu beenden, um wertvolle Punkte für die Meisterschaft zu holen. Wir fahren an der Tabellenspitze nach Hause und das ist eine neuartige Emotion für mich, weil ich die MotoGP noch nie angeführt habe."

6. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Die erste Runde war nicht gut, durch meine Startposition war ich in den ganzen Rechtskurven außen und habe viel Zeit verloren. Als die Gruppe ausgedünnt ist, konnte ich Zehnter werden und in der Gruppe mit Dani und Cal fahren. Ich hatte einen tollen Kampf mit Dani, aber dann kam der Regen. Ich habe meine Pace und die Temperatur in den Reifen gehalten und habe bis auf Platz sechs gepusht. Mit etwas mehr Risiko hätte ich vielleicht um ein Podium kämpfen können."

7. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Ich habe in diesem Rennen mein bestes MotoGP-Ergebnis eingefahren. Die Bedingungen waren unstet heute, aber ich war mir sicher, dass es trocken werden würde. Mit zehn oder zwölf Runden auf der Uhr, hat es ein bisschen angefangen zu nieseln. Ich habe weitergepusht, wahrscheinlich sogar mehr als andere Fahrer - und bin nicht zum Wechsel reingekommen. Ich konnte nicht sehen, ob die Strecke trocken oder nass war, deshalb habe ich nur gepusht und gehofft, dass es ok war. Ich hätte noch mehr geben können, aber das wäre vielleicht keine gute Idee gewesen."

8. Loris Baz (Avintia Ducati): Zitat folgt

Andrea Iannone schaffte es in die Top-10 - Foto: Suzuki

9. Andrea Iannone (Suzuki): "Der erste Teil des Rennens war sehr positiv. Ich kam vom 16. Platz, was nicht einfach war, aber ich konnte aufholen und in die Top Ten kommen. Ich hatte einen guten Rhythmus, sehr nahe an der Spitze. Dann hatten wir einige Probleme mit dem Grip. Wenn sie Reifen abbauen, verändert die GSX-RR ihr Verhalten dramatisch, und ich konnte nicht so effektiv sein, wie ich wollte. Wir müssen lernen, wie wir mit diesen Situationen besser klarkommen, um näher an unseren Konkurrenten zu bleiben."

10. Aleix Espargaro (Aprilia): "Ich kann nicht komplett zufrieden sein, denn unser Ziel war es, dichter an der Führungsgruppe zu sein. Das Rennen hat gut begonnen. Ich bin gut gefahren und konnte einige Fahrer überholen, während ich gleichzeitig eine gute Pace halten konnte. Ein paar Runden vor dem Regen habe ich merklich Boden gut gemacht. Das Bike hat gut funktioniert und ich konnte die Lücke schnell schließen. Leider war mein gutes Gefühl auf der nassen Strecke nicht mehr so gut, deshalb konnte ich dann nicht mehr pushen."

11. Pol Espargaro (KTM): "Das war typisch Assen. Nach zehn Runden sind die ersten Tropfen heruntergekommen. Aber am Start fühlte ich mich großartig, wir waren nur eine Sekunde langsamer als die Spitze - unser bestes Rennen im Trockenen bisher! Das ist wichtig und positive, aber wir müssen weiter an unseren Problemen arbeiten. Insgesamt ist es schön, KTM's bestes Ergebnis zu holen. Darüber bin ich sehr stolz."

12. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Das war das schwerste Rennen der Saison für mich, weil ich kein gutes Gefühl im Kalten und Nassen hatte. Wir haben für das Rennen ein paar wichtige Änderungen am Setup vorgenommen. Ich freue mich über den zwölften Platz. Als der Regen began habe ich überlegt, ob ich reinkommen soll, aber ich habe dann gemerkt, dass der Regen nicht bleiben würde. Aber es war keine einfache Entscheidung."

13. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Heute war es schwierig. Ich lag ziemlich weit zurück, obwohl ich gut genug unterwegs war im Vergleich zu den Top-Jungs. Als der Regen kam, habe ich etwas verlangsamt und sofort Temperatur im Reifen verloren. Ich muss einen Weg finden, wie ich die Temperatur im Reifen halten kann, denn wenn sie abkühlen, dann ist es sehr schwer, wieder in einen Rhythmus zu kommen und wieder Vertrauen aufzubauen."

Johann Zarco ging Baden - Foto: Tech3

14. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich muss sagen, dass der Tag eigentlich ganz gut lief. Ich bin von der Pole gestartet, als er trocken war und ich konnte mit einem guten Gefühl führen. Niemand hat mich überholt und ich habe mein Bestes gegeben. Dann habe ich angefangen, mit anderen Fahrern zu kämpfen und bin zurückgerutscht. An zwei Stellen auf der Strecke hatte ich Probleme, aber ich konnte trotzdem in der Führungsgruppe bleiben. Dann fing es an zu regnen und ich hatte ein bisschen Angst, zu crashen. Wir waren am Limit, aber wenn es regnet, kann es gruselig werden. Ich konnte auf Slicks nicht mehr pushen, deshalb bin ich reingekommen."

15. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute habe ich ein Rennen wie 2014 oder 2016 erwartet, leider konnte ich unter den wechselnden Wetterbedingungen nicht schnell sein. Als es angefangen hat zu regnen, habe ich gedacht, dass die Situation noch schlimmer werden würde, deshalb habe ich mein Bike gewechselt. Der Regen ist nicht stärker geworden und ich musste mich mit dem 15. Platz abfinden. Leider fehlt und seine halbe Sekunde auf die Führenden, deshalb müssen wir das jetzt so schnell wie möglich vergessen."

16. Hector Barbera (Avintia Ducati): Zitat folgt

17. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin mit diesem Rennen zufrieden. Es ist positiv, dass ich an diesem Wochenende alle verschiedenen Bedingungen erlebt habe: trocken, dann nass und auch Flag-to-Flag. Der Start war nicht gut und ich hatte Mühe, die Pace zu finden, aber dann wurde ich zuversichtlicher und konnte überholen und aufholen. Als es zu regnen anfing, ging ich mit dem Bikewechsel ein Risiko ein, weil ich mich schon weniger wohl fühlte und dachte, es würde stärker regnen. Das passierte nicht, also verlor ich Zeit, aber es bedeutet auch mehr Erfahrung für mich. Die letzte Runde tut mir leid. Ich sah die blauen Flaggen nicht und war Petrucci im Weg, also will ich mich bei ihm entschuldigen."

Scott Redding warf ein Top-Resultat weg - Foto: Tobias Linke

Scott Redding (Pramac Ducati, DNF): "Nach einem sehr guten Start war die Rennpace in den ersten Runden ausgezeichnet. Dann begann ich das Gefühl zu verlieren, besonders am Vorderreifen, der plötzlich abbaute. Als es zu regnen begann, dachte ich, die Dinge könnten sich verbessern, aber ich fand die erwarteten Vorteile nicht. Es tut mir so leid, dass ich in der letzten Runde gestürzt bin, aber ich muss zugeben, dass es ein gutes Wochenende war, speziell nach dem großen Problem, das wir am Freitag hatten."

Alvaro Bautista (Aspar Ducati, DNF): "Solche Dinge wie mein Sturz passieren im Rennen, aber dieses Jahr haben wir gut gearbeitet und verdienen es nicht. Im Rennen hieß es abwarten, was passiert, denn wir sind im Trockenen kaum gefahren. In den ersten paar Runden bin ich vorsichtig gefahren und wollte nichts riskieren. Ich hatte einen tollen Kampf mit einigen Fahrern. Die Gruppe ist ein bisschen ausgedünnt, deshalb hab ich meine eigene Pace gehalten und bin plötzlich in Kurve fünf gestürzt. Ich habe die Front verloren und weiß nicht, warum es passiert ist."

Bradley Smith (KTM, DNF): "Ich bin ok, aber etwas frustriert. Ich habe mich eigentlich ziemlich gut gefühlt und lag vor der Gruppe, die um die Top-8 gekämpft hat. Aber sie waren besser, da ich für das Rennen ein neues Setup hatte. Später bin ich in Kurve 7 zu schnell rein und habe die Front verloren. Sorry ans Team und meine Crew. Schade, dass das heute passiert ist. Aber für den Sachsenring werden wir das Motorrad verbessern."

Maverick Vinales hatte bei seinem Sturz jede Menge Glück - Foto: Tobias Linke

Maverick Vinales (Yamaha, DNF): "Ich kann nicht erklären, was passiert ist, denn ich weiß nicht, wie ich gestürzt bin. Ich war schon 2000 Mal hier, aber heute war der Tag. Ich habe mich selbst über das Limit gepusht, um die Yamaha an die Spitze zu bringen. Ich hätte die Führenden einholen können, wenn ich nicht gestürzt wäre. Unsere Pace war sehr schnell. Ich habe mich toll auf dem Bike gefühlt. Ich wollte die Reifen ein bisschen schonen und eine Attacke mit zehn Runden auf der Uhr vorbereiten. Ich bin gut gefahren und konnte auf der ganzen Strecke flüssig fahren. Ich habe mich stärker gefühlt als andere Fahrer, ich habe mein Bestes gegeben. Den Crash können wir nicht erklären."

Jonas Folger (Tech3 Yamaha, DNF): "Was passiert ist, ist schade. Ich bin in Kurve sechs von der Strecke abgekommen, dann bin ich auf den letzten Platz zurückgefallen. Ich wollte meinen Weg zurück an die Spitze kämpfen, aber ich habe keinen soliden Rhythmus finden können, denn ich lag hinter langsameren Fahrern. Ich habe dann ein paar Fahrer überholt, aber bin dann leider gestürzt. Es ist schade, denn diese Fahrer haben Punkte gesammelt, obwohl ich schneller war."

Sam Lowes (Aprilia, DNF): "Es war für alle ein schweres Rennen. Wir sind nur Freitag auf trockener Strecke gefahren und dann hat sie sich komplett verändert. Ich war in einer guten Gruppe. Als Lorenzo mich überholt hat, konnte ich an ihm dran bleiben und auf eine gute Position hoffen. Ich habe mich mit Baz gebattlet. Ich war ein paar Mal schneller als er, wir haben uns in fast jeder Kurve überholt. Ich bin gestürzt, als ich das Gas geöffnet habe. Vielleicht war ich zu dicht an der weißen Linie."


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