MotoGP

Repsol-Honda-Pilot Marquez jubelt nach P3 in Assen: WM-Chance weiter am Leben

Marc Marquez war bei der Dutch TT in Assen teilweise wieder am Limit unterwegs. Im Sinne der WM musste er sich aber zusammen reißen.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Dieser dritte Platz hat für Repsol-Honda-Pilot Marc Marquez einen ganz hohen Stellenwert. Bei der Dutch TT in Assen schaffte es der amtierende Weltmeister unter schwierigen und delikaten Wetterbedingungen auf das Podium und hielt dabei im finalen Dreikampf Cal Crutchlow und Andrea Dovizioso ganz knapp in Schach. Für Marquez ist das fast schon ein Meilenstein in der diesjährigen Weltmeisterschaft.

Das ist eines dieser Rennen, die sehr gefährlich sind. Man kann entweder viele Punkte gutmachen oder alles verlieren.
Marc Marquez

"Als der leichte Regen aufkam, habe ich begonnen, über die WM nachzudenken. Das ist eines dieser Rennen, die sehr gefährlich sind. Man kann entweder viele Punkte gutmachen oder alles verlieren. Ich konnte es mir nicht erlauben, noch mehr Punkte zu verlieren und wollte deshalb versuchen, auf das Podium zu kommen und die 16 Punkte mitzunehmen. Denn so sind meine WM-Chancen weiter am Leben", räumte ein erleichterter Marquez nach dem Rennen ein.

Marquez in Assen mehrfach am Limit

Dabei begann die Dutch TT für Marquez eigentlich noch besser als gedacht. Von Startplatz zwei aus gewann er den Holeshot, wurde aber in Kurve 1 hinein noch von Johann Zarco ausgebremst. Auf dieser zweiten Position hielt sich Marquez rundenlang, auch wenn er schon in der Anfangsphase einen haarigen Moment überstehen musste. In der letzten Schikane hatte er bereits fast die Kontrolle über die Front seiner Repsol Honda verloren und konnte sich gerade noch auf dem Bike und auf Platz zwei halten.

als es dann geregnet hat, habe ich zu mir gesagt: 'Okay, komm ein bisschen runter.'
Marc Marquez

Als dann auch noch im letzten Renndrittel der Regen aufkam, war es für Marquez endgültig an der Zeit, in den Defensiv-Modus zu schalten: "Als der Regen stärker wurde, ist es so schwierig geworden. Ich hatte schon zu Rennbeginn einen großen Moment, aber als es dann geregnet hat, habe ich zu mir gesagt: 'Okay, komm ein bisschen runter.'"

Die MotoGP-WM im Kopf

So riss letztlich auch der Kontakt nach vorne zu Danilo Petrucci und Valentino Rossi ab, während sich Marquez mit Dovizioso und in den letzten beiden Runden auch mit Crutchlow auseinander setzen musste. Der Brite hatte klar die bessere Pace, doch Marquez schaffte es irgendwie, seinen Markenkollegen in Schach zu halten. Marquez war dabei voll in seinem Element: "Die letzte Runde mit Cal und Dovi hat wirklich Spaß gemacht."

Doch trotz aller Freude über die Zweikämpfe: Was für Marquez überwiegt, sind letztlich die 16 Punkte für den dritten Platz. "Nach einem so schwierigen ersten Teil des Jahres ist es gut, nur elf Punkte hinter dem WM-Führenden zu liegen. Ich bin happy darüber, denn ich weiß, wir können uns noch steigern. Uns fehlt zwar noch ein bisschen was, aber wir werden sicher wieder da vorne ankommen", formuliert Marquez eine Kampfansage. Am Ende könnte dieser dritte Platz in Assen Gold wert sein.


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