Das finale Ergebnis des Formel-1-Rennens in Monaco hängt noch immer in der Luft. Nachdem Pierre Gasly infolge eines positiven Right of Reviews von Alpine im Juni sein Podium zurückbekommen hatte, versuchen McLaren und Red Bull Racing nach wie vor diese Entscheidung rückgängig zu machen.
Bereits im Juni hatten die beiden F1-Teams, die das Rennen auf P4 bzw. P5 beendet hatten und damit ursprünglich die ersten Nutznießer der Strafe gegen Gasly gewesen waren, offiziell vom FIA-Rechtsmittel eines 'Appeal' Gebrauch gemacht. Im Gegensatz zu einem Right of Review wird dieser allerdings nicht von den Stewards verhandelt, sondern vom eigens dafür zuständigen FIA-Berufungsgericht. Demnach war schon damals klar, dass es länger dauern wird, ehe es zu einer finalen Entscheidung kommt.
Termin steht: Monaco-Ergebnis wird nächste Woche verhandelt
Jetzt teilte der Motorsport-Weltverband mit, wann die Anhörung abgehalten wird. Demnach wird das Berufungsverfahren am 25. August um 9 Uhr in den FIA-Büros in Paris ausgehandelt - also am kommenden Dienstag. Die Verhandlung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Es sind nur die direkt betroffenen Parteien zugelassen. Die FIA verspricht aber, dass das Ergebnis so schnell wie möglich nach dem Ende der Anhörung kommuniziert wird.
Beim Formel-1-Rennen in Monaco war Pierre Gasly einer von fünf Fahrern gewesen, die aufgrund von angeblich zu schnellem Fahren in der Boxengasse geblitzt wurden. Wie sich aber im Nachgang herausstellte, lag ein Problem mit dem Timing-System der Formel 1 vor, was zu den falschen Strafen geführt hatte.
Die meisten betroffenen Fahrer hatten diese noch während des Grand Prix' abgesessen, nur bei Pierre Gasly wurde sie erst anschließend aufaddiert. Eigentlich kann gegen Strafen, die im Rennen verteilt werden, kein Protest eingelegt werden. Für ein Right of Review gilt das allerdings nicht, weshalb sich die Rücknahme der Strafe im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten bewegte.
Die Argumentation von McLaren und Red Bull fußt darauf, dass die Stewards durch diese Rücknahme eine Situation erschaffen hätten, in der alle Teams, welche ihre Strafe während des Rennens abgesessen hatten, benachteiligt wurden. Außerdem sei der Timing-Fehler, welcher aufgrund einer falschen Distanzberechnung zwischen den Zeitnahmeschleifen ausgelöst wurde, das gesamte Wochenende konstant gewesen – die Formel-1-Teams hätten sich also darauf einstellen können. Neben den Berufungen von Red Bull und McLaren hatte ursprünglich auch Mercedes mit einem Right of Review gegen die Strafe vorgehen wollen, zog dieses allerdings wieder zurück.



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