Das Formel-1-Rennen in Australien wird mit nur maximal 20 Autos losgehen. Allerdings ist es nicht etwa einer der problembehafteten Aston Martins oder Cadillacs, der es gar nicht bis auf die Startaufstellung schafft. Stattdessen erwischte es auf dem Weg ins Grid den Lokalmatador Oscar Piastri.
Der WM-Dritte des Vorjahres schaffte nicht einmal einen Sektor, ehe sein Traum vom Heim-GP mit einem Unfall zum Albtraum wurde. Ausgangs von Kurve 4 verlor Piastri nach dem Überfahren des Kerbs das Heck und schlug stark in die Wand ein. Der Grund für den Abflug ist schwierig auszumachen, denn der McLaren-Pilot schien die Passage eigentlich auf der normalen Rennlinie zu nehmen und das bei nach wie vor relativ geringer Geschwindigkeit.
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An derselben Stelle hatte schon im Qualifying Kimi Antonelli einen Quersteher gehabt. Der Italiener hatte diesen aber mit Bravour abfangen können. Die ersten Bilder deuten im Falle von Piastri auf einen Fahrfehler hin. Allerdings ist es noch zu früh für genaue Analysen. So wäre beispielsweise ein plötzlicher außergewöhnlich starker Power-Schub der noch jungen Hybrid-Motoren denkbar. Andererseits könnte es sich auch um einen simplen Konzentrationsfehler handeln.
Grund für Piastri-Unfall unklar: Das sagt Zak Brown
McLaren-CEO Zak Brown legte sich im Interview gegenüber F1TV bei der Ursachenfrage nicht fest: "Wir wissen es noch nicht. Wir haben nichts in den Daten gesehen. Außerdem ist [Oscar Piastri] ziemlich schnell aus dem Auto gesprungen und hat uns kein Feedback gegeben." Der CEO kündigte an: "Wir werden nach dem Rennen genauere Untersuchungen durchführen."
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Fahrer auf dem Weg in die Startaufstellung verunfallt. Ein berühmter Fall ist Max Verstappen, der vor dem Ungarn-GP 2020 in der Barriere einschlug. Damals schafften die Red-Bull-Mechaniker aber noch das scheinbar unmögliche und reparierten das Auto noch auf der Startaufstellung. Verstappen landete damals noch auf Rang 3. In Melbourne ist das nicht mehr denkbar, denn Piastris Auto war zu stark beschädigt, als dass an ein Weiterfahren zu denken wäre.
Auf die Startaufstellung hat der Unfall übrigens keine Auswirkung. Oscar Piastri wäre auf der fünften Position ins Rennen gestartet, sein Startplatz bleibt leer und auch alle anderen Fahrer behalten ihren Startplatz. Lando Norris geht somit als einziger McLaren-Vertreter vom sechsten Startplatz in den Grand Prix.
Piastri ist nicht der einzige Fahrer, der nicht auf dem Grid losfahren wird. Denn der Audi von Nico Hülkenberg wurde wenige Minuten vor dem Rennbeginn mit einem technischen Problem vom Grid geschoben. Hülkenberg hatte sich auf der elften Position qualifiziert.



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