Das Sprintrennen der Formel 3 in Monaco war geprägt von einer chaotischen ersten Runde. Gleich vier Fahrer mussten das Rennen aufgrund von einer Kollision in der Haarnadel-Kurve vorzeitig beenden, mehrere weitere wurden darin involviert.
Doch was auf den ersten Blick nach einer relativ unbedenklichen Kollision bei langsamen Geschwindigkeiten aussah, entpuppte sich als Zwischenfall mit weitreichenden Auswirkungen. Denn der US-Amerikaner Brad Benavides brach sich bei dem Unfall drei Wirbel, wie er selbst auf Social Media selbst mitteilte. "Drei gebrochene Wirbel bei einem so kleinen Unfall. Das Schicksal wollte es so", schrieb er.
Benavides, der für AIX Racing in der Formel 3 an den Start geht, war von der 20. Position in das Sprintrennen gestartet und hatte in der Haarnadel-Kurve offenbar die Lücke zwischen Nandhavud Bhiromhakdi und dem neben ihm fahrenden Rodin-Piloten Christian Ho falsch eingeschätzt. Er traf den Boliden von Bhirombhakdi am Heck und hob anschließend mit der Front ab, ehe diese hart am Boden aufsetzte.
Derartige Unfälle sind generell im Motorsport - und auch bei geringen Geschwindigkeiten - eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Rücken, da die Autos wenig Puffer für abrupt gestoppte vertikale Einschläge aufweisen. Auf eine ähnliche Art hatte sich beispielsweise 2020 der Indonesier Sean Gelael bei einem Formel-2-Rennen in Barcelona einen Rückenwirbel gebrochen, nachdem er zuvor mit seinem Auto über einen Sausage-Kerb gehüpft war.
Brad Benavides: Startplatz-Strafe nach Unfall
Auf Benavides wird nach diesem Unfall wohl eine längere Rennpause anstehen. Denn die Heilung einer Wirbelverletzung dauert in der Regel mehrere Monate an. An einen Start im Hauptrennen der Formel 3 am Sonntag ist deshalb ohnehin nicht zu denken.
In das nächste Rennwochenende, an dem Benavides teilnimmt, geht er schon mit einer Hypothek in Form einer Startplatzstrafe. Die Stewards sahen in ihm nämlich den alleinigen Verursacher für den Unfall, bei dem er sich letztendlich verletzte. Sie sprachen dem 24-Jährigen dafür eine 10-Sekunden-Strafe aus, die automatisch in eine 5-Startplatz-Strafe für das nächste Hauptrennen umgewandelt wurde.
Formel 3 Tabelle: F3 WM Stand 2026
F3-Rennen in Monaco: Sieger droht Disqualifikation
Das Sprintrennen am Samstag entschied auf der Strecke der Japaner Hiyu Yamakoshi für sich. Dem Van-Amersfoort-Fahrer droht allerdings eine Strafe, da an seinem Auto ein technisches Vergehen festgestellt wurde. Falls sich dieser Regelbruch bestätigt, ist - wie üblich bei technischen Vergehen - eine Disqualifikation wohl unausweichlich. Bislang wurde diese aber noch nicht ausgesprochen.
Gerrard Xie würde in diesem Fall den Sieg erben. Der chinesische DAMS-Fahrer landete auf der zweiten Position vor dem Spanier Bruno del Pino und Pedro Clerot. Die fünfte Position belegte im Samstagsrennen Alessandro Giusti vor Noah Stromsted und dem Meisterschafts-Führenden Ugo Ugochukwu. Jin Nakamura, Feature-Polesetter Maciej Gladysz und Kanato Le komplettierten die Top 10.
Hier findet ihr das komplette Ergebnis des Formel-3-Sprintrennens in Monaco:
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