McLaren spielte im Formel-1-Qualifying in Monaco einmal mehr keine Rolle. Während mit Mercedes, Red Bull und Ferrari drei Teams die Pole Position unter sich ausmachten, hatten Lando Norris und Oscar Piastri nichts zu melden. Letzterer spürte nach den Trainings zumindest Fortschritte. Der Weltmeister hingegen sieht kein Land für sein Team. Für ihn war es das schlechteste Qualifying in der laufenden Saison.
"Letztes Jahr lag mein Selbstvertrauen bei 100 Prozent, jetzt liegt es bei 85. Und in Monaco muss es, wie jeder weiß, bei 100 liegen", so Lando Norris, der den Grand Prix im Fürstentum vor einem Jahr noch für sich entschied. Im Qualifying reichte es diesmal nur zu Platz acht. Das ist für ihn das schlechteste Resultat seit Saudi-Arabien 2025, als er auf P10 landete.
"Ich glaube, hierherzukommen öffnet uns nicht unbedingt die Augen, aber es ist dennoch ein Reality Check, wie weit weg wir sind", sagt der 26-Jährige. "Du versuchst immer, das Auto in jeder Hinsicht bis ans Limit zu bringen - nur liegt unser Limit hier, während das der anderen etwas darüber liegt." Auf der nur 3,337 Kilometer langen Runde von Monaco, fehlten ihm sieben Zehntelsekunden auf die Pole Position von Kimi Antonelli im Mercedes.
"Das Auto ist einfach sehr schwer zu fahren, nicht besonders kooperativ und in keiner Weise fehlerverzeihend", erklärt er. "Wir kämpfen mit einigen Problemen, insbesondere mit stehenden Vorderrädern und der Tatsache, dass die Vorderachse des Autos einfach nicht besonders gut funktioniert. Das liegt jedoch am Auto selbst, nicht an den Reifen oder einer Kombination aus beidem - und daran müssen wir arbeiten."
Oscar Piastri mit altem McLaren-Frontflügel schneller
Der Teamkollege konnte im internen Duell zum 3:3 ausgleichen, landete als Siebter aber nur eine Position und anderthalb Zehntelsekunden vor Norris. "Im Vergleich zu gestern hat sich das Auto beim Fahren tatsächlich etwas besser angefühlt, was gut ist. Aber es ist auch schlecht, wenn man noch so weit weg ist wie wir", konstatiert Oscar Piastri.
Der Australier hatte sich für das Qualifying entschieden, auf eine alte Konfiguration zurückzugehen: "Wir sind wieder zum älteren Frontflügel zurückgekehrt. Wir sind noch dabei, ihn zu testen, und natürlich ist dies hier nicht gerade der einfachste Ort, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Es ist also noch ein Work in Progress, aber wenn einem sechs Zehntel fehlen, liegt das nicht am Frontflügel."
Dass es für Norris und ihn aus Startreihe vier im Rennen nach vorne gehen kann, denkt er nicht. "Ich glaube, das Management der Power Unit wird weiterhin wichtig sein, denn sie reagiert sehr empfindlich auf die Pace, die Dauer der Vollgasphasen, die Dauer der Bremsphasen - und anscheinend sogar darauf, ob man morgens mit dem falschen Fuß aufgestanden ist!", flachst Piastri, der mit einer klassischen Monaco-Prozession rechnet: "Das wird weiterhin ein wichtiger Aspekt sein, den es zu meistern gilt. Aber solange niemand dramatische Fehler macht, wird es immer noch ein Rennen wie in Monaco sein."


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