Aston Martin sorgt beim Formel-1-Saisonstart am Freitag weiterhin für die negativen Schlagzeilen, nachdem das Team aus Silverstone bereits bei den Testfahrten einen desolaten Eindruck hinterlassen hatte. Beim ersten Training in Melbourne beendete ein Defekt den Einsatz von Lance Stroll nach nur drei Runden, während Fernando Alonso aufgrund des Motors erst gar nicht teilnehmen konnte.
Nicht zuletzt deshalb schrillen bei der Mannschaft von Teamboss Adrian Newey die Alarmglocken. Der Teamchef erklärte in der offiziellen FIA-Pressekonferenz zwischen den beiden Freitags-Trainings, dass man keine Reserve-Batterien mehr vorrätig hat. "Bei uns werden die Batterien knapp. Wir haben nur noch zwei und das sind die beiden, die in den Autos sind", so Newey.
"Beängstigende Situation für Aston Martin": Aus droht schon vor dem Start
Zum Auftakt der Formel-1-Saison in Australien war das Honda-Werksteam mit vier Einheiten angereist, doch zwei davon erwiesen sich als nicht funktionstüchtig, wie Newey erklärte: "Wir hatten Kommunikationsprobleme mit zwei dieser Batterien. Stand heute haben wir also nur zwei funktionierende Batterien. Angesichts der Häufigkeit, mit der unsere Batterien Schäden erleiden, ist das eine ziemlich beängstigende Situation."
Bereits bei den Testfahrten in Bahrain erwies sich die Batterie als Problemstelle, beziehungsweise als Symptom. Starke vom Motor ausgehende Vibrationen, führten zu Zuverlässigkeitsproblemen und verursachten auch Batterieschäden. Nach einem Defekt von Fernando Alonso am vorletzten Testtag lief man bereits beim Abschluss der Testfahrten auf dem Zahnfleisch und drehte am letzten Tag nur noch sechs Runden.
In der Zeit seitdem hat man zwar behelfsmäßige Änderungen durchgeführt, damit die Batterie nicht mehr so stark von den Vibrationen belastet wird, aber Schäden können natürlich trotzdem nicht ausgeschlossen werden. Einmal abgesehen davon, dass das in Bezug auf die Vibrationen nur eine Baustelle war. Ein möglicherweise viel größeres Problem droht die Gesundheit der Fahrer zu sein. Mehr dazu hier:
Sollte vor dem Rennstart am Sonntag am AMR26 erneut eine Batterie zu Bruch gehen, hätte das automatisch zur Folge, dass mindestens ein Auto gar nicht an den Start gehen könnte. "Natürlich hoffen wir, dass wir durch das Wochenende durchkommen und mit zwei Autos starten können und so weiter. Aber im Moment ist es sehr schwer, dabei konkret zu sein", sprach Newey.
Die Möglichkeit, Batterien aus Sakura zum Albert Park Circuit einzufliegen, besteht jedenfalls nicht. Und das liegt weniger an der logistischen Herausforderung der langen Flugroute, diese wäre für das Formel-1-Team locker zu bewältigen. "Leider nein. Es gibt keine weiteren [Batterien] mehr", winkte Newey ab.
Wie das Programm des britischen Rennstalls am restlichen Wochenende weitergehen wird, lässt sich nur schwer abschätzen. "Wir müssen sehr vorsichtig sein, wie wir die Batterien einsetzen", ließ Newey durchklingen, dass man möglicherweise an der Rundenzahl sparen möchte. Nach den Problemen in FP1 hat das Team bislang auch im zweiten Training noch mit keinem Fahrer eine Zeit innerhalb der 107-Prozent-Marke zu Buche stehen und müsste damit befürchten, nicht einmal für den Rennstart zugelassen zu werden.



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