Die erste Trainingsbestzeit der Formel-1-Saison 2026 geht an Charles Leclerc und Ferrari. Der Monegasse umrundete den Albert Park Circuit im 1. Freien Training zum Australien GP in 1:20,267 Minute und ließ damit Teamkollege Lewis Hamilton hinter sich.

Hinter der Scuderia machte Red Bull beim Start in die neue Ära der Formel 1 einen starken Eindruck, Mercedes traute sich hingegen noch nicht aus der Deckung. Konstrukteursweltmeister McLaren hatte mit der Technik zu kämpfen, während Aston Martin mit dem Honda-Motor für einen neuen Tiefpunkt sorgte.

Das Ergebnis: Die Top-Zeiten wurden allesamt in der zweiten Trainingshälfte auf dem Soft-Reifen erzielt. Auf seinem letzten Versuch holte sich Leclerc dabei die deutliche Bestzeit. Satte vier Zehntelsekunden legte er zwischen sich und Rekordsieger Hamilton. Knapp eine halbe Zehntel dahinter reihte sich Max Verstappen im Red Bull ein.

Isack Hadjar landete im zweiten Red Bull mit acht Zehntelsekunden Rückstand auf Rang vier. Die große Überraschung war Arvid Lindblad auf Rang fünf. Der Brite lag im Racing Bull allerdings schon eine Sekunde zurück. Oscar Piastri landete dahinter auf Platz sechs noch vor dem großen WM-Favoriten George Russell und dessen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli.

Eine starke Vorstellung lieferte Audi beim Debüt: Mit Gabriel Bortoleto auf Rang neun und Nico Hülkenberg direkt dahinter schafften es beide in die Top-10.

Das Aston-Martin-Drama: Der Wintertest verhieß schon nichts Gutes für die Mannschaft von Adrian Newey, der Auftakt in Melbourne untertraf noch einmal alle Erwartungen. Fernando Alonso konnte wegen eines Motorenproblems gar nicht erst am Training teilnehmen, Lance Stroll schaffte nur drei Runden, ehe auch er vorzeitig Feierabend machen musste. Ursache bei ihm: Ebenfalls der Honda-Motor.

Aston Martin sorgte schon am Donnerstag für reichlich Schlagzeilen. Was Adrian Newey zu dem Debakel zu sagen hat, erzählt euch Christian im Video:

Nervenschäden-Risiko: Alonso schafft max. 25 Runden im Aston (18:29 Min.)

Die Technik: Nicht nur Aston Martin hatte mit der Technik zu kämpfen, allerdings waren die Probleme bei der Konkurrenz nicht ganz so monumentalen Ausmaßes. Zu Beginn der Session rollte Lokalmatador Oscar Piastri langsam um die Strecke und klagte darüber, keine Leistung zu haben. Piastri konnte das Problem aber noch aus dem Cockpit lösen.

Anders bei Arvid Lindblad: Der einzige Formel-1-Rookie blieb gleich zu Beginn in der Boxenausfahrt liegen. Marshalls mussten ihn während einer kurzen VSC-Phase zurück in die Box schieben. Er konnte später wieder am Training teilnehmen.

Für Weltmeister Lando Norris war nach lediglich 7 Runden Schluss. Nachdem er sich schon früh über schlechte Gangwechsel beklagt hatte, musste er nach rund 30 Minuten wegen eines Getriebeproblems aufgeben. Ähnlich erging es 10 Minuten vor dem Ende Alexander Albon. Er musste seinen Williams wegen Hydraulikproblemen auf der Strecke abstellen.

Die Zwischenfälle: Nicht nur technisch ging es beim Auftakt rund, auch fahrerisch gab es eine Menge Action. Franco Colapinto suchte als erster Fahrer in der Saison 2026 das Kiesbett auf. Der Alpine-Pilot kam in Kurve 3 von der Strecke ab, konnte aber ohne Probleme weiterfahren.

Isack Hadjar hatte in Kurve 1 einen Schreckmoment: Nach einem heftigen Verbremser Ende Start/Ziel ackerte er durch das Kiesbett. Auch der Franzose konnte anschließend weitermachen. Sergio Perez drehte sich bei seinem Comeback in Kurve vier, blieb dabei aber auf dem Asphalt und konnte ebenfalls weiterfahren.

Das Wetter: Ein herrlicher Spätsommertag im Albert Park sorgte für ideale Trainingsbedingungen. Die schon zahlreich erschienenen Fans konnten die Action bei angenehmen 21 Grad genießen. Auf dem Asphalt wurden rund 36 Grad Celsius gemessen. Das restliche Wochenende werden ähnliche Bedingungen erwartet.