In Bahrain sind diese Woche alle Augen auf Mercedes gerichtet. Wird sich die Mannschaft von Toto Wolff abermals so stark präsentieren wie in Barcelona? Beim Formel 1-Shakedown absolvierte Mercedes nicht nur die meisten Kilometer, sondern fuhr bereits im Laufe der drei Tage Qualifying- und Renn-Simulationen. "Der Test hat unsere Erwartungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und reibungslosem Ablauf übertroffen, aber das heißt nicht, dass alles perfekt lief", erklärte George Russell.
Wie sein Teamchef Toto Wolff versuchte er, den starken Eindruck des W17 herunterzuspielen. "Auch wenn wir extrem zuversichtlich waren, dass keine verrückten oder unvorhergesehenen Dinge passieren würden, konnten wir es dennoch nicht wissen. Daher wollten wir auf jeden Fall die Erwartungen dämpfen", sagte Russell und spielte auf den Bahrain-Test 2022 an. Damals wurde Mercedes eiskalt vom Porpoising (starkes Hüpfen des Autos) erwischt. Bei der neuen Fahrzeug-Generation trat ein derartiges Phänomen bisweilen nicht auf.
Überzeugt Mercedes auch in Bahrain?
Entsprechend optimistisch reiste Mercedes vom Shakedown in Barcelona zum ersten offiziellen Test in Bahrain. Von Mittwoch bis Freitag wagen sich die F1-Teams erstmals aus der Deckung. Motorsport-Magazin.com ist selbstverständlich vor Ort und liefert alle wichtigen News aus Bahrain im Liveticker.
Nach der zweitschnellsten Rundenzeit in Barcelona blickt Russell positiv auf den dreitägigen Test auf dem Bahrain International Circuit. "Das Auto hat in Barcelona so reagiert, wie wir es erwartet hatten. Die Zahlen, die wir im Simulator gesehen haben, stimmen mit dem Fahrverhalten des Autos überein. Das haben wir als Team seit 2021 nicht mehr erlebt. Wir haben sozusagen alle Punkte abgehakt, die wir abhaken wollten", freute sich der Brite, der von vielen im Paddock als Titelkandidat 2026 gehandelt wird.
Russell: Bereit für den F1-Titelkampf
Auch Russell will sich in seinem fünften Jahr bei Mercedes endlich zum Weltmeister krönen und fiebert vor allem einem Duell entgegen – dem mit Max Verstappen. "Ich will das direkte Duell mit Max", stellt Russell am Rande der Team-Präsentation von Mercedes klar. Eine entscheidende Rolle könnte der aktuelle Streit um den Mercedes-Motor spielen. Mercedes soll es mit einem Technik-Kniff gelungen sein, das Verdichtungsverhältnis des Motors im Betrieb zu erhöhen und dadurch mehr Leistung zu erhalten. Derzeit scheint sich die Lage immer mehr zuzuspitzen. Mehr zu der Motoren-Saga und was die FIA dazu sagt, liest du hier:
In Barcelona zeigte sich der Mercedes-Motor definitiv sattelfest. Mercedes sowie die Kunden-Teams McLaren, Alpine und Williams spulten insgesamt 1.138 Runden ab. "Ich konnte von Anfang an die Grenzen gehen. Der W17 fühlt sich mehr wie ein Rennwagen an und näher an dem, was die Formel 1 sein sollte", schwärmte Russell von seinem neuen Arbeitsgerät. Nichtsdestotrotz gäbe es wie bei jedem neuen Reglement auch 2026 noch einen großen Spielraum für Verbesserungen. "Wir arbeiten weiterhin hart daran, den neuen Motor zu verstehen", so Russell. Für den zweiten Bahrain-Test nächste Woche hat Mercedes bereits ein Update geplant.
Barcelona-Bilanz des Formel-1-Tests 2026: Unsere Tops & Flops der F1-Testwoche im Video:



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