Der Formel-1-Shakedown unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Barcelona neigt sich dem Ende zu. Am Freitag dürfen die Teams die Autos zum letzten Mal testen. Erst beim ersten offiziellen Test in Bahrain vom 11. Bis 13. Februar heulen die Motoren der Boliden wieder auf. Für Ferrari verlief der erste Funktionstest bis dato ohne größere Probleme.

Auch am vierten Tag spulten die beiden Piloten wieder einige Runden ab. Lewis Hamilton fuhr 85 Runden, Charles Leclerc 89. Das ergibt insgesamt 174 Runden am Donnerstag und während der gesamten Woche 294 an nur zwei Tagen. Der Freitag ist für Ferrari der dritte und letzte Testtag. Das Fazit von Leclerc und Hamilton bisher: Durchweg positiv.

Lewis Hamilton: Testfahrten laufen 2026 besser als 2025

Vor allem Lewis Hamilton ist bisher zufrieden. Von den 294 Runden gehen 141 auf sein Konto. Zum Vergleich: 2025 absolvierte er an drei Tagen 162 Runden. Bisher ist er auf Kurs das zu übertreffen. Audi legte an zwei Tagen mit nur 95 Runden weniger Umläufe zurück.

"Als Team möchtest du bei so einem Test natürlich immer so viel wie möglich fahren. Letztes Jahr hatten wir einen schlechteren Test-Start. Dieses Jahr ist es also in Anbetracht der ganzen neuen Regeln besser als wir das in der Vergangenheit erlebt haben", sagt Hamilton.

DIDOGesamtanzahl Runden
Leclerc6489153
Hamilton5685141

Dazu konnte Hamilton am Donnerstag erstmals bei trockenen Konditionen fahren. Am Dienstag war es in Barcelona feucht. "Es war gut im Trockenen zu fahren. Ich bin in Fiorano ja nur ein bis zwei Runden gefahren."

Dabei sind die Temperaturen für ein wirklich repräsentatives Verständnis eher ungeeignet. Zumeist bewegten sie sich im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich. Wärmer wird es für die Piloten erst in Bahrain. "Es war so kalt, dass die Reifen nicht richtig funktioniert haben."

Auch das Weltmeister-Team McLaren war am Donnerstag auf der Strecke. Hier lest ihr, wie der Testtag der bei diesem Test schwarzen Papayas lief.

Bis zum Test in Bahrain steht für die Scuderia allerdings noch einiges an Arbeit an. "Wir werden weiter versuchen, Wissen bezüglich des Autos und Motors anzusammeln. Ich höre so viel wie möglich zu. Am Ende des Tages kommen wir dann zusammen und besprechen die positiven und negativen Dinge."

Charles Leclerc: Fühle mich im neuen F1-Auto immer wohler

Ähnlich positiv sieht Charles Leclerc die bisherigen Testfahrten. "Ich fühle mich immer wohler." Trotzdem sind die neuen Boliden auch für ihn eine Herausforderung. "Mit diesen neuen Systemen und den 50% Elektro-Power wird es schwieriger, alles zu managen. Die Lernkurve ist also ziemlich steil", erklärt Leclerc.

Was die Performance angeht, tappt Leclerc noch im Dunkeln. Bisher sieht Mercedes wie der große Favorit aus. Das bekräftige auch die Zeitentabelle an Testtag 4. Mercedes belegte die beiden ersten Plätze. George Russell war der einzige Pilot, der die 1:17er-Marke knackte. Leclerc blieb mit einer Zeit von 1:18,223 knapp 1,8 Sekunden hinter dem Briten. Am Freitag-Vormittag knackte auch er auf Soft noch die 1:17er-Marke. Für Russell reichte es dennoch nicht ganz.

"Das ist ein riesiges Fragezeichen", sagt Leclerc. Wie viel jedes Team von der eigentlichen Performance nun wirklich gezeigt hat, wissen wohl nur die eigenen Ingenieure. Von der 2025er Pole-Zeit war selbst Russell noch fünf Sekunden entfernt. "Die Checkliste, die wir noch haben, ist riesig. Wir wollen noch sehr viel testen. Aber wir sind in der Zeit, so Leclerc."

Aston Martin war am vierten Testtag ebenfalls auf der Strecke - zumindest für vier Runden. Der neue AMR26 sieht radikal aus. Motorsport-Magazin.com hat sich das neue Newey-Auto genau angeschaut.

Radikalstes F1-Auto 2026: Newey-Wahnsinn bei Aston Martin (13:23 Min.)