McLaren startete erst auf den letzten Drücker noch rechtzeitig in den ersten Formel-1-Test der Saison in Barcelona. Die Weltmeister-Mannschaft stellte ihr Auto fertig, als die anderen Teams schon am Testen waren und konnte erst am dritten Testtag einsteigen. Da sich die Rennställe aber ohnehin drei von fünf Tagen aussuchen müssen, um auf die Strecke zu gehen, geht McLaren dadurch keine Zeit verloren.
Dafür ging der Mannschaft aus Woking an ihrem zweiten Testtag umso mehr Zeit verloren. Denn Oscar Piastri verbrachte den gesamten Nachmittag in der Garage. Aufgrund eines technischen Problems, wie der Direktor für Performance, Mark Temple, bestätigte: "Wir hatten einige Probleme, weshalb wir nicht so viel fahren konnten, wie wir gewollt hätten."
McLaren vermeldet Problem am Benzinsystem
Temple ging aber auch genauer auf das Problem ein und behauptete: "Wir stellten ein Problem mit dem Benzinsystem fest. Und diese Autos sind sehr komplex, also entschieden wir uns, es zurück in die Garage zu bringen und es vollständig zu zerlegen, um dem Problem auf den Grund zu gehen." Piastri sprach ebenfalls von einem Benzinproblem. Es ist für F1-Tests äußerst ungewöhnlich, dass konkrete Problemstellen genannt werden, die meisten Teams belassen es in diesen Tagen bei der vagen Aussage, dass ein Problem vorhanden war.
Das technische Gebrechen wurde rund um die Mittagszeit entdeckt. Die anschließenden Arbeiten nahmen den gesamten Nachmittag in Anspruch, weshalb Piastri am Ende des Tages nur auf 48 Runden kam. Zum Vergleich: Mercedes sammelte 167 Umrundungen des Circuit de Barcelona-Catalunya.
Mercedes jetzt schon einen Schritt vorne? McLaren ist gewarnt
Die Silberpfeile mausern sich zunehmend zum Favoriten für diese Formel-1-Saison. Das scheint auch bei McLaren aufzufallen. Ohne Mercedes namentlich zu erwähnen, warnte man schon vor der Konkurrenz: "Es sieht so aus, als hätten einige Konkurrenten bereits in diesen frühen Stunden die Messlatte für die Performance sehr hoch gelegt." Auch bei den Rundenzeiten konnte McLaren nicht mit Mercedes Schritt halten, auch wenn diese natürlich nicht aussagekräftig sind. Mehr dazu könnt ihr in unserem heutigen Test-Bericht nachlesen:
Bei McLaren betonte man, dass das erste Problem kein großes Hindernis darstellt. "In so einem Shakedown ist es das Wichtigste, dass wir Runden drehen und Probleme identifizieren und diese genau anschauen, um sie zu verstehen", beruhigte Temple. Auch Performance-mäßig ist noch viel Luft nach oben vorhanden, wie auch Piastri bemerkt: "Ich denke, wir haben schon ein paar Dinge identifiziert, die wir versuchen können am Auto zu verbessern, um das Gefühl ein bisschen besser zu gestalten."
Im Gegensatz zu Mercedes und den Racing Bulls, die ihr komplettes Testpensum schon absolviert haben, wird McLaren am Freitag nochmal auf die Strecke gehen. Nachdem Lando Norris und Piastri nun jeweils einen Tag im MCL40 verbrachten, werden sie sich ihren Boliden am letzten Testtag wohl teilen. Bei Red Bull ist hingegen noch nicht sicher, ob der RB22 noch einmal ausrücken kann. Die Bullen befinden sich nach einem Unfall am Mittwoch in einem Rennen gegen die Zeit. Mehr dazu hier:



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