Der Red Bull RB22 ist da! Nachdem der Rennstall das Design des Autos schon am 15. Januar in Detroit auf einem Showcar und mit Renderings enthüllte, gibt es nun auch Bilder vom echten Boliden. Kurz vor Testbeginn in Barcelona veröffentlichte Red Bull Studiofotos des Formel-1-Autos für die Saison 2026.
Die artistischen Fotos des griechischen Fotografen Vladimir Rys sehen spektakulär aus, viele Details bleiben darauf allerdings im Verborgenen. Normalerweise wäre es mit der Geheimniskrämerei bei Testbeginn vorbei, weil in Barcelona aber hinter verschlossenen Türen gefahren wird, haben unabhängige Fotografen keinen Zutritt.
Jedes Team darf pro Tag maximal sechs Fotos des Autos veröffentlichen. So bleibt die Kommunikationshoheit auch weiterhin bei den Teams selbst - auf Technik-Details müssen sich die Fans weiter gedulden.
Die Technik-Änderungen am echten neuen Red Bull im Check
Große Unterschiede zu den Renderings kann man auf den Fotos trotzdem schon erkennen. Der Überbiss an den Einlässen der Seitenkästen scheint Geschichte, die Öffnung selbst ist nicht nur ein schmaler Schlitz.
Besonders interessant: Der Seitenkasten selbst geht nicht über die gesamte Fahrzeugbreite, stattdessen ragt ein Element heraus. Wahrscheinlich verbirgt sich hier die obere seitliche Crash-Struktur.

Darunter gibt es auch Unterschiede an den Flooboards zu sehen. Das vertikale Element ist Geschichte, stattdessen gibt es drei horizontale Schaufeln. Die sind - ähnlich wie am Ferrari - mit zwei diagonalen Streben mit dem Chassis verbunden.
Die Seitenkästen fallen stark nach unten ab und verschmelzen weit vor der Hinterachse mit der Motorabdeckung. Der Red Bull setzt hier nicht auf eine Luftrampe Richtung Diffusordach. Fraglich ist, ob die Ingenieure in Milton Keynes ähnlich wie ihre Kollegen von Mercedes und Ferrari die Luft unterhalb des Seitenkastens in Richtung einer Öffnung am Diffusor leiten wollen.
Die Airbox fällt nicht ganz so voluminös aus wie beim Schwesterauto VCARB-03. Trotzdem wird der V6-Motor samt Nebenaggregaten mit reichlich Kühlung aus der Airbox versorgt. Entsprechend breit ist der RB22 über der Motorabdeckung, die Finne fällt vergleichsweise klein aus.
Bei den Radaufhängungen gibt es keine Überraschungen mehr. Vorne und hinten setzt Red Bull auf Druckstreben. Das war so schon auf den Renderings und am Schwesterauto zu erkennen.
Großer Umbruch für Red Bull in der Saison 2026
Für Red Bull stellt der RB22 einen Paradigmenwechsel dar. Erstmals in der Geschichte des Teams hat man den Motor selbst entwickelt. Der V6 wurde von Red Bull Powertrains entwickelt und gebaut. Das Projekt inzwischen auch von Ford unterstützt. Die Power Unit hört auf den Namen DM01 und ist damit eine Hommage an den verstorbenen Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz.
Auch auf Chassis-Seite ist Auto für die Formel-1-Saison 2026 etwas Besonderes: Es ist der erste Bolide aus Milton Keynes, der nicht mehr die Handschrift von Stardesigner Adrian Newey trägt. Das Design-Genie arbeitet inzwischen für die Konkurrenz von Aston Martin. Pierre Wachse zeichnet für den RB22 verantwortlich.
Entwickelt wurde der 2026er Red Bull noch im Windkanal von Bedford. Läuft alles nach Plan, wandert die Entwicklung noch in diesem Jahr in einen neuen Windkanal am Campus in Milton Keynes.
Fast zeitgleich mit Red Bull enthüllte am Montag zu Testbeginn auch WM-Rivale McLaren das neue Auto für die Saison 2026. Alles zum MCL40 gibt es hier:



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