Nach mehr als zwei Jahrzehnten kehrt Ford wieder in die Formel 1 zurück und wird strategischer Technikpartner von Red Bull Powertrains. Die gemeinsam entwickelte Antriebseinheit läuft 2026 unter dem Namen Red Bull Ford Powertrains und wird von Red Bull sowie dessen Schwesterteam Racing Bulls bis mindestens 2030 eingesetzt.
Ford's Motorsportgeschichte reicht weit zurück
Damit beginnt ein weiteres Motorsportkapitel für diese historische Automarke, deren Formel-1-Geschichte bis in die 1960er zurückgeht. Damals stellte Ford den Achtzylinder Cosworth DFV (Double Four Valve) vor, der in Zandvoort im Lotus 49 sein Debüt feierte und mit Jim Clark am Steuer direkt einen Sieg feierte.
Der Motor machte es vielen Teams erstmals möglich, mit einem konkurrenzfähigen, verfügbaren Aggregat erfolgreich gegen Hersteller antreten, aber der Erfolg des DFVs spricht für sich: 155 Siege, 12 Fahrer-WM-Titel und 10 Konstrukteurstitel von 1968 bis in die 1980er. Die ersten beiden WM-Titel kamen 1968 mit Graham Hill und Lotus
Schumacher wird Weltmeister und Ford kauft F1-Team
Nach dem DFV blieb Ford weiterhin durch Cosworth präsent, der nächste große Peak kam aber erst 1994: Michael Schumacher wird mit Benetton-Ford und dem Ford EC Zetec-R 3.5 V8 Weltmeister und ist bis heute Fords letzter Formel-1-Champion.

Mit diesen 13 Fahrer- und 10 Konstrukteurs-Titeln belegt Ford Platz drei in der Rangliste der besten F1-Motoren.
Von 1997-1999 lieferte Ford auch die Motoren für das Stewart Grand Prix Team, das 1999 beim Europa-GP einen Sieg mit Doppelpodium einfuhr. Daraufhin kaufte Ford das Team und strukturierte es zu Jaguar Racing (2000-2004) um. Als die Leistungen aber ausblieben zog sich Ford zurück, trennte sich von Cosworth und Red Bull übernahm. 2005 startete das Team bereits unter Red Bull Racing - der Rest ist Geschichte.
Rückkehr zum alten Team
2026 steigt Ford nach 22 Jahren wieder in die Formel 1 ein, und das sogar bei ihrem "alten Team" ein. Mit dem neuen Motorenreglement soll mehr Elektro-Anteil & nachhaltiger Kraftstoff in die Power-Unit einfließen. Die Erfahrungen und das Know-how der neuen Partnerschaft in der Formel 1 sollen somit künftigen Elektromodellen zugutekommen, heißt es von offizieller Ford-Seite.
