Am 8. März startet die neue Formel 1-Saison 2026, doch schon jetzt scheint sich etwas zusammenzubrauen – und zwar zwischen den beiden US-Herstellern Ford und General Motors. Während Ford als Motorenpartner von Red Bull nach 22 Jahren Abwesenheit in die Königsklasse zurückkehrt, feiert GM mit Cadillac sein F1-Debüt.
Allerdings plant General Motors erst ab 2029 mit einem eigenen Motor an den Start zu gehen, bis dahin werden die Cadillac-Boliden von einem Ferrari-Motor angetrieben. Beim Vergleich des F1-Engagements von General Motors mit dem von Ford, stellte Cadillac-CEO Dan Towriss rigoros klar: "Diese beiden Deals könnten unterschiedlicher nicht sein. Das eine ist ein Marketing-Deal mit sehr geringen Auswirkungen, während General Motors am Cadillac-Team beteiligt ist. Sie sind aus technischer Sicht tief eingebunden und waren von Anfang an dabei."
Eine Reaktion seitens Ford ließ nicht lange auf sich warten. Ford-Vorstandsvorsitzender Bill Ford betonte gegenüber The Athletic, dass er über die Äußerungen aufgrund ihrer Absurdität nur lachen kann. "Ich würde sagen, dass eigentlich das Gegenteil der Fall ist. "Sie fahren mit einem Ferrari-Motor und nicht mit einem Cadillac-Motor. Ich weiß nicht, ob sie überhaupt GM-Mitarbeiter im Rennteam haben. Wenn irgendetwas wie eine Marketingmaßnahme aussieht, dann ist es das", sagte Ford.
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Der V6-Turbo bleibt auch ab 2026 das Fundament des Antriebs, allerdings gewinnt die elektrische Komponente massiv an Bedeutung und liefert künftig 50 Prozent an der Gesamtleistung. Damit wird das Hybridsystem vom Effizienzhelfer zum entscheidenden Performance-Faktor. Nach Angaben von Ford arbeiten ihre Ingenieure seit drei Jahren in Milton Keynes mit dem Team von Red Bull Powertrains zusammen, während weitere Teammitglieder von Dearborn und Michigan aus unterstützen mit dem Ziel, den besten Motor in der Formel 1 zu entwickeln.
Unter anderem sollen von Ford 3D-gedruckte Teile für die Antriebseinheit die Produktionszeiten während der Entwicklung verkürzt haben. Zusätzlich sollen Ford-Mitarbeiter Werkzeuge und Software entwickelt haben, die das Batteriezellenmanagement, den Batterieeinsatz und die Motorkalibrierung unterstützen. "Wir hätten viel Geld ausgeben können, um unser Logo auf ein Auto zu kleben, aber wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, Red Bull Ford Powertrains zu gründen, als echte technische Partnerschaft, die die kühnen Bemühungen von Red Bull bei der Entwicklung einer eigenen Antriebseinheit ergänzt", erklärte Will Ford, Generalmanager von Ford Performance.



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