Nicht mehr lange, bis die ersten Wintertests in Barcelona anstehen. Ende Januar drehen die Teams die ersten Runden mit ihren neuen Fahrzeugen – wenn auch unter Ausschluss der Öffentlichkeit. "Das ist völlig normal. Beim ersten Test kann es zu vielen unvorhergesehenen Situationen kommen", erklärte Formel-1-Boss Stefano Domenicali im Interview mit Motorsport-Magazin. Das ganze Interview kannst du in unserer aktuellen Ausgabe (Nr. 106) lesen.
Ginge es nach Stefano Domenicali, gäbe es gar keine Testfahrten vor dem Saisonauftakt in Australien. "Je unvorhersehbarer etwas ist, desto besser gefällt es den Zuschauern", so der Italiener. Die Teams, allen voran Ferrari, sehen das bestimmt anders. Für die Italiener stellt die Regelrevolution die Chance dar, nach fast zwei Jahrzehnten endlich wieder den Titel zu holen. Der letzte Ferrari-Weltmeister ist Kimi Räikkönen (2007), der letzte Konstrukteurstitel rührt aus dem Jahr 2008. Damals war Domenicali Ferrari-Teamchef und entsprechend will er das Ferrari-Bild nicht schwarzmalen.
Die schlechtesten Ferrari-Saisons nach WM-Platzierung (heutiges Punktesystem)
| Pos. | Jahr | WM-Position | Punkte |
|---|---|---|---|
| 1 | 1980 | 8 | 71 |
| 2 | 1969 | 6 | 39 |
| 3 | 1973 | 6 | 86 |
| 4 | 2020 | 6 | 131 |
| 5 | 1992 | 5 | 95 |
"Es gibt keinen Grund, zu weinen, und es gibt keinen Grund, immer negativ zu sein. Sie brauchen einen Plan und ich bin mir sicher, dass Fred [Vasseur], Lewis und Charles einen Plan haben", erklärte Domenicali, der bis 2014 den Posten von Vasseur innehatte. 2025 war Ferrari nur noch vierte Kraft hinter McLaren, Mercedes und Red Bull Racing.
Eine Position, mit der sich die Italiener laut Domenicali nicht abfinden dürfen. "Es ist wichtig, zu reagieren. Wir alle wollen ein starkes Ferrari-Team sehen und sie verdienen es, in einer stärkeren Position zu sein", sagte Domenicali gegenüber Sky Sports. Dem F1-Boss dürfte es dabei nicht nur um Ferrari gehen, sondern auch um eigene Interessen.
F1-Boss hofft auf ein starkes Ferrari-Team 2026
Denn ein starkes Ferrari-Team würde die ohnehin sehr guten F1-Zahlen steigern. Dabei geht es dem Italiener nicht nur ums Geld, wie er betont. "Geld zu verdienen ist natürlich wichtig. Mein Ziel ist es, den Sport weiterzuentwickeln, Partner zu gewinnen und das Bewusstsein für unseren Sport bei Fans zu stärken, die in der Vergangenheit nicht einmal wussten, wer wir waren", so der 60-Jährige.
Ferrari, das wie kein Zweiter für die Formel 1 steht, und ein Lewis Hamilton, der um seinen achten WM-Titel kämpft, würden definitiv dazu beitragen. Während Mercedes und womöglich auch Red Bull Powertrains beim Verdichtungsverhältnis des Verbrenners einen Trick gefunden haben, soll Ferrari bei der Materialauswahl des Zylinderkopfes eine neue Richtung eingeschlagen haben.
Aktuell sind das alles nur Spekulationen und Theorien. Selbst Domenicali weiß nicht, wer 2026 auftrumpfen wird. "Wenn man sich ansieht, was letztes Jahr passiert ist, wusste jeder bereits, was in Zukunft passieren würde. 2026 weiß niemand, wo die Teams stehen", so Domenicali. Sein Rat an Ferrari? "Sie müssen einfach sicherstellen, dass die richtige Energie und die richtigen Maßnahmen vorhanden sind."
Die Formel-1-Saison 2026 steht vor der Tür: Christian & Florian ordnen im Video ein, was die F1-Teams bei den Präsentationen und Tests zeigen werden.



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