Schon ab dem 26. Januar 2026 startet die neue Formel-1-Saison offiziell - und zwar mit privaten Testfahrten in Barcelona, die bis zum 30. Januar stattfinden. Das heißt: Keine Übertragung und wenige Fotos bzw. Informationen von der ersten Ausfahrt der neuen F1-Generation. Auch zum Start der F1-Ära 2022 gab es einen Shakedown hinter verschlossenen Türen - ohne TV-Bilder und Live-Timing. Damals waren allerdings vor allem kommerzielle Gründe ausschlaggebend.
Besonders für Aufsehen sorgte damals Mercedes. Das Team präsentierte bei den ersten öffentlichen Tests radikal andere Seitenkästen als noch in Barcelona. In Bahrain erblickte die Öffentlichkeit erstmals das heute berühmt berüchtigte "Zeropod-Konzept". Doch auch alle anderen Teams brachten entscheidende Teile und Ausbaustufen erst in Bahrain. Ferrari-Teamchef Fred Vasseur glaubt, dass die Teams 2026 ähnlich handeln werden.
Fred Vasseur: Es geht darum, Kilometer zu sammeln
Während des ersten Tests in Barcelona geht es für die Teams vor allem darum, Erfahrungen mit den neuen Autos zu sammeln und sie auf Zuverlässigkeit zu testen. Entsprechend sind bei diesem Test die neuesten Performance-Teile weniger relevant als bei den zwei späteren Testfahrten (11. - 13. Februar und 18. - 20. Februar) in Bahrain.
"Es ist am wichtigsten, Kilometer zu sammeln. Es geht nicht darum, Performance zu jagen, sondern Kilometer abzuspulen. So testen wir die technischen Entscheidungen für das Auto in Bezug auf die Zuverlässigkeit. Dann geht es um Performance", erklärt Ferrari-Teamchef Fred Vasseur.
Ferrari-Teamchef: Jedes Team wird mit einer A-Version fahren
Die Teams werden also aller Voraussicht nach mit einer früheren Entwicklungsstufe fahren. Insgesamt sind elf Testtage anberaumt. Zum Vergleich: 2022 waren es nur sechs und damit deutlich weniger. Das hat auch seine Gründe: Denn neben neuen Chassis und komplett neuen Auto-Konzepten kommen 2026 auch noch neue Power-Units zum Einsatz. 2026 wird also ein Neustart.
Nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi standen für die Teams schon die ersten Reifentests für 2026 an. Allerdings fuhren die Teams mit sogenannten "Mule-Cars". Diese kommen 2026 nicht mehr zum Einsatz. Mit den neuesten technischen Spezifikationen werden die Teams trotzdem abwarten. "Die alten Hasen haben Erfahrung. Jeder wird mit einem Auto nach Barcelona kommen, das, sagen wir mal eine A-Version ist", sagt Vasseur. Die B-Version folgt seiner Meinung nach dann in Bahrain oder beim Saisonstart in Australien.
Noch detaillierter haben wir euch die Übergangs-Autos, die wir vermutlich in Barcelona sehen werden, in diesem Video erklärt. Schaut gerne rein!



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