Das Formel-1-Finale in Abu Dhabi war sinnbildlich für Alpines Saisonverlauf 2025. Mit den Plätzen 19 und 20 im Rennen und dem abgeschlagenen letzten Platz in der Konstrukteurswertung wurde Renault als einer der traditionsreichsten Motorenhersteller aus der Formel 1 verabschiedet. Die Piloten trauern dem Abschied nicht nach, sondern blicken mit Zuversicht in die Zukunft - wo der Mercedes-Motor bereits auf sie wartet.
Saisonfinale kein gebührender Abschluss für Motorenhersteller Renault
Auch wenn es für Renault, der in den 1990er-Jahren als erfolgreichster Motorenhersteller der Formel 1 galt, kein gebührender Abschied war, war für Pierre Gasly und Franco Colapinto einfach keine bessere Platzierung drin.
Gasly quetschte alles aus einem Auto heraus, das seiner Meinung nach wenig konkurrenzfähig war. "Es war kein gutes Rennen, um die Saison zu beenden und ehrlich gesagt gibt es nicht sehr viel zu sagen, außer dass uns die Pace gefehlt hat", so der Alpine-Pilot, dem nach dem katastrophalen Rennen die Worte fehlten.
Auch Lewis Hamilton schloss seinen Albtraum names Ferrari in Abu Dhabi ab. Was der siebenfache Weltmeister nach dem Saisonfinale zu sagen hatte, erfahrt ihr hier:
Der Franzose ist – wenig überraschend - erleichtert über das Saisonende: "Es war eine schmerzhafte Saison und ich denke, dass wir uns an die zehn Q3s und hart verdienten 22 WM-Punkten noch lange erinnern werden." Alpine beendete mit 48 Punkten Rückstand auf Sauber die Saison als Schlusslicht in der Konstrukteurswertung, wobei die 22 WM-Zähler des Teams allein auf das Konto von Pierre Gasly gehen. Er schaffte es sechsmal in die Punkteränge, während sein Rookie-Teamkollege keinen einzigen Punkt erzielen konnte.
Auch in Abu Dhabi verlief es für Colapinto nicht viel besser. Er kam mit zwei Sekunden Rückstand auf Gasly als Letzter ins Ziel. "Es war ein langes und schwieriges Rennen. Ich hatte nicht die Pace und wir haben uns mit der Zwei-Stopp-Strategie in diesem linearen Rennen schwergetan", erklärte Colapinto sein schlechtes Resultat. "Ich bin einfach nicht vom Fleck gekommen."
Colapinto beendete seine erste Formel-1-Saison punktelos. 19-mal schied er bereits im ersten Qualifying-Segment aus - ins Q3 schaffte er es nie. Sein bestes Ergebnis ist der elfte Platz in Zandvoort. "Ich habe mir oft schwer getan, Motivation zu finden und weiter zu pushen", so der Rookie, der ab dem Grand Prix der Emilia Romagna als Ersatzmann für Jack Doohan zu Alpine stieß. "2025 ist definitiv ein Jahr, dass wir gerne hinter uns lassen und daraus lernen, um stärker zurückzukommen."
Volle Kraft voraus für 2026
Nächstes Jahr geht Alpine als Mercedes-Kundenteam an den Start. Das Renault-Motorenprogramm in Viry-Chatillon wird eingestampft und das Werk zu einem Technologie-Kompetenzzentrum unter dem Namen "Hypertech Alpine Project" umstrukturiert. "Jeder im Team ist motiviert, dieses Jahr hinter sich zu lassen und sich voll und ganz auf die nächste Saison zu konzentrieren", meinte Flavio Briatore. "Die harte Arbeit fängt jetzt erst an, aber wir werden alles geben, um die nächste Saison erfolgreicher zu beenden".
Die Alpine-Piloten blicken ebenfalls mit Vorfreude auf die nächste Saison als Mercedes-Kundenteam, loben jedoch auch die Leistung der gesamten Mannschaft in der diesjährigen Saison. "Das Team hat nie aufgehört 100 % zu geben. Das finde ich sehr beeindruckend, wenn man bedenkt, welche Performance wir diese Saison hatten", lobte Gasly die Mentalität seines Teams, trotz des schwierigen Jahres. "Das gibt mir das Gefühl, dass wir mit dem richtigen Team in die nächste Saison gehen, um das Maximum aus dem Auto rauszuholen."
Das Team vertraut voll und ganz in das Projekt für 2026. Möglicherweise gelingt Alpine durch den Regelumbruch im nächsten Jahr ein Aufschwung. Colapinto ist jedenfalls optimistisch, dass es für Alpine im nächsten Jahr wieder bergauf geht. "Jetzt heißt es noch ein paar Wochen in der Fabrik pushen, um alles vor den Feiertagen abzuschließen. Wir haben eine Menge Arbeit vor uns, aber ich freue mich auf das, was kommt", so der Argentinier.



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