Mit dem Formel-1-Grand-Prix in Abu Dhabi geht für Nico Hülkenberg seine erste Saison mit Sauber nach Haas-Wechsel zu Ende. Zuvor fuhr der Deutsche bereits 2013 einmal für das Team. Gleichzeitig wird es sein letztes Rennen mit dem Team sein – zumindest unter dem Sauber-Namen.
Denn ab 2026 wird es zu Audi. Zusätzlich wartet auch noch ein besonderes Jubiläum auf Hülkenberg, denn am Sonntag wird er in sein 250. Rennen in der Königsklasse starten. Wie er auf seine Karriere und Sauber in der Formel 1 zurückblickt, berichtet er.
Nico Hülkenberg: Baku 2016 Tiefpunkt der F1-Karriere?
Nico Hülkenbergs F1-Karriere startete vor mittlerweile über 15 Jahren beim Bahrain Grand Prix 2010 mit Williams. Seither absolvierte er 249 Starts in der Königsklasse. Eins der klaren Highlights: Der Silverstone Grand Prix diesen Jahres mit seinem ersten Podestplatz.
Doch auch auf der negativen Seite gibt es das ein oder andere herausstechende Rennen in seiner Karriere. "Natürlich gab es einige Wochenenden, die nicht ideal gelaufen sind. Ich kann mich noch erinnern an 2016 in Baku. Da war ich noch bei Force India", erinnert sich Hülkenberg.
Teamkollege Sergio Perez fuhr damals aufs Podium, Hülkenberg hingegen wurde nur neunter – mit über 50 Sekunden Rückstand. «Ich bin an dem Wochenende von einer Kacke in die nächste. Und das war ziemlich niederschmetternd», so Hülkenberg.
Weitere Rennen wie Hockenheim 2019 oder Brasilien 2012, bei denen Hülkenberg auf Podest-Kurs liegend ausschied, sind ihm ebenfalls im Gedächtnis geblieben, positiv wie negativ.
"Aber damals, das oder auch Hockenheim 2019, an so einem Rennen hast du natürlich länger zu knabbern", so Hülkenberg. "Der Ausgang war nicht glücklich, aber davor, was ich da gezaubert habe, das war auch eines meiner besten Rennen."
Abschied von Sauber aus der Formel 1
Mit Sauber verschwindet 2025 eines der bekanntesten Gesichter der Formel 1 in den vergangenen knapp 30 Jahren. 1997 trat das Sauber-Team erstmals an. 2026 weicht es Audi. "Es ist schade, das gehen zu sehen", so Hülkenberg.
Mit Sauber verschwinden auch die aktuellen Ground-Effekt-Autos aus der Königsklasse. Viele Piloten übten Kritik an der aktuellen Generation. Hülkenberg ist zwiegespalten.
"Ich werde sie nicht vermissen, aber mir haben diese Autos gefallen. Natürlich ist das Racing ein bisschen zu sensitiv und schwierig geworden. Das war nervig. Sie waren aber auch sehr schnell, spektakulär und dynamisch. Und sie haben viele Rundenrekorde in den letzten Jahren gebrochen", so Hülkenberg.
Hülkenberg über 2025: Eine Saison mit zwei Gesichtern
Als Auftakt seiner Sauber/Audi-Zeit hat 2025 allerdings die Erwartungen der meisten übertroffen. 2024 war das Team noch hoffnungslos unterlegen. Besonders ab dem Barcelona Grand Prix 2025 änderte sich das jedoch. Aktuell rangiert das Team mit 68 Punkten auf Platz neun der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft.
Theoretisch kann das Team Haas (73 Punkte) und Aston Martin (80 Punkte) noch abfangen. Die Racing Bulls auf Platz sechs mit 92 Punkten sind auch theoretisch noch schlagbar, praktisch dürfte der Abstand von 24 Punkten allerdings zu groß sein.
"Es war eine Saison mit zwei Gesichtern. Die erste Hälfte oder bis Barcelona war es natürlich nicht so einfach für uns und wir waren nicht konkurrenzfähig", so Hülkenberg.
Aber: "Seit Barcelona haben wir das Ding schon rumgerissen und haben viel Positives erreicht und einige Highlights gesetzt. Barcelona, Silverstone, in Budapest für Gabi, Österreich mit beiden Autos. Wir waren konstant ein Punktekandidat", so Hülkenberg.
Nun gilt es die Saison mit einem positiven Abschluss zu beenden. 2024 fuhr Valtteri Bottas mit dem damals noch eigentlich unterlegenen Sauber in die Punkte. Ein gutes Vorzeichen für 2025?
"Ich glaube, wir werden hier konkurrenzfähig sein, wie schon letztes Wochenende. Aber es wird eng, wie schon die gesamte Saison über", sagt Hülkenberg.



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