"Wir reisen mit definitiv weniger Gewicht auf unseren Schultern nach Katar." Tatsächlich lief das Formel 1-Wochenende in Katar aus Sicht von Aston Martin sehr erfolgreich. Fernando Alonso holte mit Platz 7 im Sprint und im Rennen acht WM-Zähler, während die Konkurrenz von Haas strauchelte. Damit befindet sich Aston Martin vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi in der Konstrukteurswertung auf dem sechsten Platz – 12 Punkte hinter Racing Bulls.

Allerdings räumte Alonso ein, dass das Ergebnis im Grand Prix durchaus auf sehr viel Glück beruhte. Als in Runde sieben das Safety Car auf die Strecke ging, öffnete es dem gesamten Feld die Chancen den ersten von zwei Pflicht-Boxenstopps abzuleisten. Von dieser Möglichkeit machte auch Aston Martin Gebrauch und holte beide Piloten an die Box. "Fernando, wir stoppen in dieser Runde", funkte Andrew Vizard an Alonso, der zu diesem Zeitpunkt auf Platz sechs lag. Auf frischen Medium-Reifen und auf der gleichen Position nahm er das Rennen wieder auf.

Bis zu seinem zweiten Stopp in Runde 32 nutzte Alonso die Tatsache, dass aufgrund der kurzen DRS-Zone und der Auswirkungen der Dirty-Air in den vielen schnellen Kurven das Überholen so gut wie unmöglich war und zog einen DRS-Zug von elf Autos hinter sich her. "Wir hatten Glück mit dem DRS-Zug der Autos und damit, wie schwierig es hier ist, zu überholen", so Alonso. Erst kurz vor seinem Stopp, bei dem er auf die harten Reifen wechselte, zog er das Tempo an.

In Runde 42 hatte Alonso nochmals Glück, als er einen 360-Grad-Dreher auf dem Lusail International Circuit hinlegte und problemlos weiterfahren konnte. "Die Strecke hier ist perfekt, um einen Dreher auszugleichen und weiterzufahren. Auf einer anderen Strecke wäre ich vielleicht im Kies gelandet - Glück auf unserer Seite", meinte Alonso. Abgesehen vom Glück hätte aber auch die Pace des AMR25 über das ganze Wochenende gestimmt. "Wir haben vielleicht nicht die Pace, die unsere Konkurrenz hat, aber wir waren das ganze Wochenende stark", freute sich der Spanier.

McLaren liegt in Katar katastrophal daneben, bringt damit aber wenigstens ein bisschen Action in die Prozession von Lusail. Die Gewinner & Verlierer in Katar.

Von Mike Krack gab es riesiges Lob für Fahrer und Mannschaft: "Fernando hat ein starkes Rennen gezeigt, und uns damit geholfen, unsere Position in der Konstrukteurswertung zu stärken. Mein Dank gilt auch dem Team an der Strecke und in der Fabrik für ihre kontinuierliche harte Arbeit und ihren Einsatz. Neben Krack war auch Adrian Newey in Katar vor Ort. Erst vor wenigen Tagen gab Aston Martin bekannt, dass der Designguru in der kommenden Saison auch die Rolle des Teamchefs übernehmen wird. Doch bevor sich alle Teams auf 2026 konzentrieren, gilt es noch ein Rennen zu bestreiten.

Dr. Helmut Marko ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Das tut er auch nicht, wenn es um den neuen Teamchef-Posten von Adrian Newey bei Aston Martin geht. Mehr dazu hier: