Beim Formel-1-Wochenende in Singapur steht die höchste Nachwuchsklasse gar nicht am Start. Dennoch sorgte am Donnerstag eine Pressemitteilung für Aufsehen, die einen Formel-2-Fahrer zum Thema hatte. Dabei ging es um Alex Dunne. Wie McLaren kurz nach Mittag bekanntgab, beendet das F1-Team aus Woking den Vertrag mit dem Iren mit sofortiger Wirkung.

Die Meldung kommt unvermittelt. Denn noch vor weniger als einem Monat saß Dunne beim Italien-GP im ersten Freien Training anstelle von WM-Leader Oscar Piastri im Auto. Es war einer von vier verpflichtenden FP1-Einsätzen für einen Formel-1-Rookie pro Team. Beim Österreich-GP im Juni hatte Dunne bereits sein FP1-Debüt gegeben, als er Lando Norris ersetzte.

Dunne war erst 2024 in das Nachwuchs-Programm von McLaren gekommen und hatte dementsprechend den Großteil der F3-Saison 2024 und die laufende F2-Saison in den Papaya-Farben bestritten. In diesem Jahr gewann er zwei Hauptrennen und stand insgesamt sieben Mal auf dem Podium, wodurch er derzeit P5 in der Meisterschaft belegt.

McLaren schrieb bei der Verkündung seines Abschieds: "Es war uns eine Freude, im letzten Jahr mit Alex zusammenzuarbeiten und durch das McLaren-Fahrerentwicklungsprogramm zu seinem Erfolg und seiner Entwicklung als Fahrer beitragen zu können." Dunne bestätigte das McLaren-Aus via Social Media und schrieb von einer einvernehmlichen Trennung.

"Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern von McLaren bedanken, die mir dabei geholfen haben, mich als Fahrer weiterzuentwickeln und zu verbessern. Meine erste Gelegenheit zu haben, einen F1-Wagen zu fahren, gefolgt von zwei FP1-Sessions, werde ich immer in meinem Herzen tragen. Danke, Papaya-Familie", schrieb er in einem Instagram-Post.

Alex Dunne vor Red-Bull-Wechsel?

Der Abschied kommt zwar aus heiterem Himmel, könnte aber Dunne den Weg zu einer überraschenden Formel-1-Chance bereiten. Laut Gerüchten soll sich sein Management in der letzten Woche mit Red-Bull-Motosportchef Dr. Helmut Marko getroffen haben, der die Fäden im Juniorprogramm der Bullen zieht. Die Lage rund um drei der vier F1-Cockpits der Energy-Drink-Marke ist ungeklärt.

Yuki Tsunoda droht das Aus bei Red Bull, während auch der Verbleib von Racing-Bull-Fahrer Liam Lawson ungewiss ist. Nur Isack Hadjar scheint derzeit gesetzt zu sein, ein Aufstieg zu Red Bull erscheint wahrscheinlich. Junior Arvid Lindblad gilt als Kandidat für einen Sitz bei den Racing Bulls. Damit stehen vier Fahrer für drei verfügbare Startplätze bereit. Falls Dunne tatsächlich auch bei Red Bull andockt, könnte das die Situation erneut maßgeblich verändern.

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