Es ist kein Geheimnis, dass der Weg in die Formel 1 für junge Fahrer auf finanzieller Seite immer schwerer zu stemmen ist. In den letzten Jahren sind die Kosten stetig angestiegen. Im Bestreben, irgendwie gegenzusteuern, kündigt die Formel 3 nun ab 2025 einen zusätzlichen Preisgeld-Topf für die Top-5 der Meisterschaft an. Der ist allerdings an Bedingungen geknüpft.
Eine Million wird lockergemacht. Die soll gestaffelt an die Top-5 verteilt werden: 300.000 Euro für den Meister, 250.000 für den Zweiten, 200.000 für den Dritten, 150.000 für den Vierten und 100.000 für den Fünften. Ergänzend dazu gibt es ohnehin für den Meister bereits 300.000 Euro aus der Kasse von Einheitsreifenlieferant Pirelli.
Die Auszahlung verlangt allerdings, dass der Fahrer im nächsten Jahr auch in die Formel 2 aufsteigt. Tut er das nicht, so erhält der nächste Fahrer das Geld. "Die Formel 3 ist ein fantastischer Übungsplatz für diese jungen Racer, um ihre Fähigkeiten auszubilden und die Pyramide zu erklimmen", freut sich F3-CEO Bruno Michel, "und dieser zusätzliche finanzielle Lohn wird ihnen helfen, auf dem Weg zur Spitze des Motorsports noch weiter zu kommen."
Selbst mit den 300.000 Euro aus dem Preisgeld-Topf plus den 300.000 Euro von Pirelli zusammen kann man sich allerdings ein Formel-2-Cockpit bei weitem nicht leisten. In den letzten Jahren begann der Preis für ein Cockpit bereits bei über 2 Millionen, zuletzt wurden schon Zahlen im Bereich jenseits von 3,5 Millionen genannt. Erst recht für Plätze bei guten Teams.
Ohne Sponsoren oder andere reiche Unterstützer ist schon der Sprung in die Formel 3 schwierig, der in die Formel 2 praktisch unmöglich. Es kommt regelmäßig vor, dass Fahrer noch während der Saison ihre Cockpits verlieren, weil ihnen das Budget ausgeht. Solche Fahrer begannen ihre Saison aber oft schon bei schwächeren Teams in unterlegenem Material und sind daher oft ohnehin weitab von der Spitze.



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