Die Formel 1 startet ab 2026 in eine neue Motoren-Generation. Der Elektro-Anteil wächst deutlich, dafür schrumpft der Verbrenner. Doch die Zweifel wachsen. Bei einem Meeting sollte bereits die Nachfolge der neuen Motoren-Generation diskutiert werden, besonders, wie früh diese eingesetzt werden könnten.
Das wurde wegen Streitigkeiten zwischen den Herstellern allerdings abgesagt. Im Raum steht ein V8-Motor mit zusätzlichem Energierückgewinnungssystem. Formel-1-Experte Christian Danner gefällt diese Idee. Er möchte die Aggregate der Boliden so simpel wie möglich gestalten.
Danner: Was hat der normale F1-Fan von komplexen Motoren?
Allerdings beharren vor allem Mercedes und Audi darauf, die neuen Motoren wie eigentlich geplant bis 2030 einzusetzen. Red Bull dagegen will diese Zeit wegen den hohen Kosten verkürzen. Die FIA sagte das Meeting daher ab, denn eine Einigung war sowieso nicht in Sicht.
"Dass da irgendetwas Größeres im Busch ist, das dürfte inzwischen allen klar sein. Was Größeres im Busch im Sinne von nicht ganz unproblematisch", weiß auch Christian Danner. Der F1-Experte kennt die Situation von Audi, die bereits viel Geld in den neuen Motor investiert haben. "Einer der Haupt-Richtungsgeber dieser Motorengeneration war Audi. Damit ist der Versuch, hier ein, ich sage mal, vernünftiges Reglement zu finden, erst mal wieder abgeschmettert worden."
Um frühzeitige Reglement-Änderungen durchzuführen würde die FIA eine Mehrheit bei den Herstellern brauchen. Für Danner zählt bei einer solchen Änderung besonders auch die Sicht der Fans. "Und im Endeffekt: Was hat denn der Fan davon? Also ich muss sagen: Ein Motor ist ein Motor. Der soll schieben, egal was Sache ist."
Danner will V8-Motoren mit Elektro-System
Daher ist Danner selbst ein großer Fan von simpleren Motoren. "Macht es einfacher! Ich bin ein irrsinniger Befürworter eines V8-Motors plus einen Elektromotor, weil das die Sache billiger macht und vor allem auch die Möglichkeit für Hersteller eröffnet, so etwas zu bauen, die jetzt nicht in der Lage sind, so eine Power Unit zu konstruieren", sagt Danner.
Dazu würde die Lautstärke und der Sound auch emotional bei vielen Fans sicher Anklang finden – und wäre für alle Hersteller deutlich kostengünstiger, wodurch die Formel 1 mehr Hersteller anlocken könnte. Die Königsklasse wäre so weniger abhängig von besonders finanzstarken Marken. "Ich glaube, gerade bei Audi merkt man jetzt, wie viel Geld das kostet. Bei Red Bull weiß ich, dass es selbst denen die Zehennägel hoch rollt, was die Kosten des Motors angeht", so Danner.
Abgesehen vom Motoren-Reglement haben wir mit Christian Danner auch über die aktuellen Ereignisse auf der Strecke gesprochen. Schaut gerne rein!



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