Ungewöhnliche Generalprobe beim DTM-Saisonstart auf dem Red Bull Ring: Am Freitagmittag spulten alle 21 Fahrer der elf Teams eine spezielle Qualifying-Simulation ab, um sich auf den weiteren Verlauf des Wochenendes in Österreich vorzubereiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die neuen Exklusiv-Reifen von Pirelli, die ausschließlich in der DTM zum Einsatz kommen.
Bisher hatten die Teams kaum Gelegenheit, sich mit den Pirellis vertraut zu machen: Nur bei einem Privattest in Vallelunga sowie beim offiziellen Vorsaison-Test auf dem Red Bull Ring konnten sie einige Runden abspulen mit der neuen Mischung, die vor allem einen besseren Aufwärmprozess ermöglichen soll.
Die 20-minütige Quali-Simulation hätte eigentlich schon beim Test vor eineinhalb Wochen in der Steiermark über die Bühne gehen sollen. Diesem Plan machte allerdings das Wetter einen Strich durch die Rechnung.
DTM übt Qualifying: Drei Mercedes-AMG GT3 an der Spitze
Beim heutigen Neuanlauf mit vorsommerlichen Temperaturen um die 17 Grad zeichnete sich womöglich ein erstes Kräfteverhältnis ab: alle vier Mercedes-AMG GT3 und die beiden McLaren 720 S GT3 von Dörr Motorsport in den Top-6 der Zeitenliste! Ob alle Hersteller vor dem morgigen Qualifying schon ihre Karten auf den Tisch gelegt haben?
Der amtierende DTM-Vizemeister Lucas Auer (Landgraf-Mercedes) schnappte sich die Bestzeit in seiner neunten und letzten Runde: 1:28.204 Minuten für den Lokalmatador aus Österreich. 2025 errang Marco Wittmann die Pole am Red Bull Ring in 1:27.709 Minuten - es müsste also noch einiges an Luft nach oben sein.
Zumindest zwischen den AMG-Piloten ging es hauchdünn zu Gange: Jules Gounon belegte Platz zwei mit 0,004 Sekunden Rückstand und Maro Engel fehlten nur 0,006 Sekunden zur Spitze! Den besten Nicht-Mercedes führte Ben Dörr (Dörr-McLaren, Bestzeit im 1. Training) mit 0,138 Sekunden Rückstand auf die vierte Position. Dahinter folgten Mercedes-Youngster Tom Kalender und Timo Glock im zweiten Dörr-McLaren auf den Plätzen fünf und sechs.
DTM-Training: Mercedes vorne - Lamborghini hinten
DTM-Rookie Finn Wiebelhaus (HRT-Ford), Ex-Champion Thomas Preining (Manthey-Porsche), Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari) und Arjun Maini im zweiten Ford Mustang GT3 von HRT komplettierten die Top-10. Der US-Sportwagen hat ebenso wie der Porsche 911 und der Ferrari 296 ein Evo-Update über den Winter erhalten.
Das einzige neue Auto im DTM-Starterfeld ist der Lamborghini Huracan GT3, den die Teams GRT und Abt Sportsline an den Start führen. Auch hier hat sich im Verlauf der Testfahrten und Trainings eine Tendenz abgezeichnet - und die erweckt nicht allzu viel Hoffnung.
Bestplatzierter Lambo-Fahrer war Luca Engstler auf P14, während sich Marco Mapelli, Mirko Bortolotti und Maximilian Paul auf den Positionen 18 bis 20 einordeten. Abt-Neuzugang Engstler fehlten knackige acht Zehntel zu Auers Bestzeit. Aston-Martin-Fahrer Nicolas Baert markierte das Schlusslicht.
Neue Reifen, alter Ablauf: So lief die Qualifying-Simulation
Am Ablauf des Qualifyings hat sich offenbar auch mit den neuen Pirellis nichts geändert: Alle Fahrer legten eine Runde zurück, um ihre Reifen ins optimale Temperaturfenster zu bringen. Dieser sogenannte Heat-Soak funktioniert so: Mittels der Temperatur aus der Bremsanlage wärmen sich die Felgen auf. Diese Abwärme bekommen dann die Gummis ab. In den Boxen warten die Autos dann rund zehn Minuten, bis die perfekte Temperatur für maximalen Grip vorhanden ist.
Nachteil: Den Piloten steht nach dieser Wartepause nur wenig Zeit für eine schnelle Runde zur Verfügung. Außerdem herrscht in der 'Crunch Time' meist viel Verkehr auf der Strecke. Das 3. Freie Training steigt heute von 16:00 bis 16:45 Uhr.
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