Die Beobachter am Red Bull Ring wurden am Freitagmorgen zum Auftakt der DTM-Saison 2026 ein wenig überrascht: Schon um 10:25 Uhr heulten die Motoren der 21 GT3-Autos auf, bevor sich die Piloten auf die Strecke begaben. Dabei war das 1. Freie Training ursprünglich erst für 11:30 Uhr, also eine Stunde später, angesetzt gewesen.

Auflösung nach Rückfrage beim DTM-Promoter ADAC: Tatsächlich wurde der Zeitplan für den Freitag kurzfristig geändert, die Teams waren jedoch mit entsprechender Vorlaufszeit vorbereitet. Laut dem veränderten Ablauf trägt die DTM anstelle der üblichen zwei Freien Trainings noch eine dritte Session aus - das hatte es unseres Wissens nach nie zuvor gegeben.

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Überraschung: Drei DTM-Trainings am Red Bull Ring

Der Grund für das zusätzliche Training: Die Teams und Fahrer sollen die Gelegenheit bekommen, speziell eine Qualifying-Simulation zu proben. Das war eigentlich schon beim offiziellen Vorsaison-Test am Red Bull Ring vor eineinhalb Wochen vorgesehen, doch regnerisches Wetter machte der DTM einen Strich durch die Rechnung. Drum herum gab es keine Gelegenheit, die neuen Reifen zu testen, weil sie noch nicht an die Teams ausgeliefert gewesen waren.

Die 20-minütige Quali-Simulation mit den brandneuen Exklusiv-Reifen von Pirelli soll deshalb heute im 2. Training (12:15 - 12:35 Uhr) nachgeholt werden. Später am Nachmittag steht dann noch ein 3. Freies Training (16:00 - 16:45 Uhr) auf dem Plan. Die beiden Sessions werden dann auch im kostenlosen Livestream übertragen, nachdem es für FP1 keine Streckenbilder gegeben hatte.

McLaren-Youngster Dörr mit nächster Bestzeit

Im 35-minütigen 1. Training am Morgen sicherte sich Ben Dörr (Dörr-McLaren) die Bestzeit. Zeichnet sich hier etwa ein Trend ab? Der Youngster hatte bereits den Test-Tag als Schnellster abgeschlossen. Dörr benötigte bei vorsommerlichen Bedingungen 1:28.567 Minuten für seine beste Runde auf dem Formel-1-Kurs - drei Zehntelsekunden mehr als beim Test.

Der amtierende Vizemeister Lucas Auer und Mercedes-AMG-Markenkollege Jules Gounon folgten auf den Plätzen zwei und drei. Der Österreicher Auer hatte zwei Zehntelsekunden Rückstand auf Dörrs Bestmarke. P4 ging an Thierry Vermeulen im Emil-Frey-Ferrari, bevor mit Maro Engel und Tom Kalender zwei weitere AMG-Piloten folgten. Timo Glock im zweiten Dörr-McLaren und Lokalmatador Thomas Preining (Manthey-Porsche) komplettierten die Top-8.

Die Lamborghini-Fahrer von GRT und Abt Sportsline waren mit dem neuen Temerario GT3 ziemlich geschlossen am Ende der Zeitenliste zu finden: Luca Engstler und Mirko Bortolotti auf den Plätzen 16 und 17, ihre Teamkollegen Maximilian Paul sowie Marco Mapelli ganz hinten (P20, P21). Dazwischen sortierten sich nur die beiden Aston Martin Vantage GT3 von Comtoyou Racing (Nicolas Baert, Nicki Thiim) ein.

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