Für Yuki Tsunoda wird die Luft langsam dünn. Während Max Verstappen in Italien in beeindruckender Manier den dritten Saisonsieg holte, lässt sich Tsunodas Performance als mangelhaft bezeichnen. Untermauert wird das von der Tatsache, dass Verstappens schnellste Runde (1:21,003 Minuten) 1,7 Sekunden schneller war als Tsunodas (1:22,712 Minuten). Dass er auf dem Autodromo Nazionale Monza nicht denselben Unterboden wie Verstappen fuhr, rechtfertigt den Rückstand bei weitem nicht.
Das sehen auch die MSM-Leser und bewerten ihn beim Großen Preis von Italien mit einer 4. Das vollständige Fahrer-Ranking gibt es hier:
Sein früherer Teamchef Franz Tost hat eine andere Erklärung, weshalb Tsunoda bei Red Bull nicht zündet. "Yuki ist vom Speed her sehr gut, aber vielleicht ist das das Problem. Er hat in den unteren Klassen Formel 2, Formel 3 immer mit guten Leistungen überzeugt. Allerdings ist ihm da alles in den Schoß gefallen", sagte der Österreicher bei Sport und Talk im Hangar-7. In der Formel 1 müsse man hart arbeiten, um Top-Ergebnisse zu erzielen – und genau hier hakt es. "Yuki ist talentiert, aber er ist nicht eifrig und fleißig genug", lautet das knallharte Tost-Urteil.
An seiner Stelle würde er Tag und Nacht die Daten studieren, um herauszufinden, wie er den Abstand zu Verstappen verkleinern kann. Bis zum Mexiko GP will Red Bull eine Entscheidung treffen, wer 2026 neben dem vierfachen Weltmeister fährt. Als heißer Kandidat auf das zweite Red-Bull-Cockpit gilt Isack Hadjar, der mit 38 Punkten auf Platz neun der zweitbeste Fahrer im Red-Bull-Kader, weit vor Yuki Tsunoda (P19) liegt. "Der Mann liegt auf der Hand, diesen Job zu übernehmen. Er ist ein ganz klarer Kandidat", ist sich F1-Experte Christian Danner sicher. Tsunoda selbst gab sich in Monza in Bezug auf seine Zukunft wortkarg.
"Ich überlasse es meinem Management, die Gespräche zu führen. Ich konzentriere mich auf meine Leistung und das funktioniert bisher recht gut", erklärte der Japaner. Am Ende des Tages liege die Entscheidung nicht bei ihm. "Ich hole einfach das Maximum aus dem Paket heraus, das ich bekomme. Ob das reicht oder nicht, das liegt ganz bei ihnen [Red Bull Racing]. Keine Ahnung, wie es ausgeht."
Der ehemalige AlphaTauri-Teamchef sieht das ganz anders: "Ob er weiterfährt oder nicht, liegt in seiner Hand. Er muss auf jeden Fall seine Leistung verbessern". Dass er seit seinem Wechsel von Racing Bulls zu Red Bull gerade mal neun Punkte geholt hat, ist selbst ohne den Vergleich mit Max Verstappen, der 194 WM-Zähler einfuhr, zu wenig für eine Vertragsverlängerung.



diese Formel 1 Nachricht