Es ist DAS Thema im Formel 1-Paddock: Der Cockpit-Tausch von Liam Lawson und Yuki Tsunoda. Jeder scheint dazu eine Meinung zu haben - so auch der ehemalige AlphaTauri Teamchef Franz Tost. "Ich hätte von Anfang an Yuki [Tsunoda: Anm. d. Red.] genommen. Das habe ich auch gesagt." Der Grund liegt für ihn klar auf der Hand: Tsunoda ist der schnellere und erfahrenere Pilot.
"Yuki ist viel schneller als Lawson. Ihm kann man 100 Jahre geben und er wird nicht so schnell wie Yuki sein", meinte Tost in der ORF-Vorberichterstattung zum zweiten Freien Training in seiner bekannt kühlen und undiplomatischen Art. Der 69-Jährige kennt Tsunoda bestens aus der gemeinsamen Zeit bei AlphaTauri. Er ist überzeugt, dass der Japaner einen guten Job bei Red Bull abliefern wird.
Japan-Qualifying: Reihe 2 für Verstappen möglich
Im ersten Freien Training in Suzuka war er als Sechster nur ein Zehntel langsamer als Max Verstappen, in der zweiten Session lagen 2,5 Sekunden zwischen den beiden Red-Bull-Piloten. Ein Abstand, der laut Tost nicht die Realität widerspiegelt. "Yuki hat auf den Soft-Reifen keine saubere Runde hinbekommen, weil Alonso in dieser Zeit abgeflogen ist. Danach stand eine Rennsimulation an", erklärte der Österreicher den Rückstand des Japaners auf Platz 18.
An der Spitze zeigte sich ein gewohntes Bild mit Oscar Piastri und Lando Norris auf den Plätzen eins und zwei. Zumindest im Qualifying kann Max Verstappen laut Tost ein Wörtchen mitreden. "Nicht um die erste Startreihe, aber um die zweite", meinte der 69-Jährige. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie wichtig die Startplatzierung auf dem Suzuka International Racing Circuit ist.
Der letzte Pilot, der nicht aus der ersten Reihe gestartet ist und den Japan Grand Prix gewonnen hat, war Valtteri Bottas 2019. Er startete als Dritter aus der zweiten Reihe. Nur wenigen gelang es von weiter hinten zu gewinnen wie beispielsweise 2005 Kimi Räikkönen, der von Platz 17 startend durchs Feld pflügte und gewann.
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