Die Rückschläge für Lewis Hamilton nehmen in der Formel-1-Saison 2025 kein Ende. Am letzten Rennwochenende vor der Sommerpause erreichte die Abwärtsspirale einen neuen Tiefpunkt. Aus Ungarn reiste der Ferrari-Pilot erstmals ohne einen WM-Punkt ab. Nach der Qualifying-Pleite am Samstag riet Hamilton der Scuderia zu einem Fahrertausch. F1-Ikone Bernie Ecclestone legt noch einen drauf: Er rät Hamilton zum Karriere-Ende.
Lewis Hamilton solle aus der Königsklasse aussteigen und sich seinen Ferrari-Vertrag auszahlen lassen, bevor noch "etwas Schlimmes" passiert, so der ehemalige Formel-1-Chef. "Lewis war und ist wahrscheinlich noch sehr talentiert", führte Ecclestone aus. "Aber wie bei vielen führenden Sport-Persönlichkeiten - wenn sie die Spitze erreichen, gibt es nur einen Weg und der ist in keine gute Richtung. Der ist nach unten."
Seit dem hart umkämpften Duell 2021 gegen Max Verstappen, das der Niederländer für sich entschied, konnte Hamilton nur noch zwei Rennen für Mercedes gewinnen. In seinen 14 Grands Prix mit Ferrari schaffte es der Rekordsieger noch gar nicht auf das Podest. "Lewis ist müde. Er macht das, was er schon immer macht. Zu seinem Wohl braucht er eine Pause. Einen kompletten Neustart, um etwas ganz anderes zu machen", legte Ecclestone dem 40-Jährigen nahe.
"Wahrscheinlich denkt er nicht so, aber er wird nach seinem Rücktritt damit zurechtkommen, andere Dinge abseits vom Motorsport zu tun. Er hätte es schon vor einer Weile machen sollen", erklärte Ecclestone. "Er ist kein Betrüger. Aber er würde sich selbst betrügen, wenn er weitermacht. Er sollte jetzt aufhören. Wenn ich ihn betreuen würde, würde ich sofort mit Ferrari verhandeln und sagen: ' Wenn ihr jemanden habt, der Lewis ersetzt, wird er zurücktreten.'"
Falls kein Formel-1-Rücktritt: Mercedes-Comeback für Lewis Hamilton?

Lewis Hamilton nach dem Ungarn GP in seinem Rennanzug und mit seinem Helm. Der Hintergrund ist schwarz und er steht seitlich zur Kamera, mit dem Kopf leicht gesenkt.
"Ich bin nutzlos, absolut nutzlos", kritisierte sich der siebenfache Weltmeister in Budapest und befeuerte selbst Zweifel an seiner Ferrari-Zukunft: "Wenn du ein Gefühl hast, hast du ein Gefühl. Im Hintergrund passiert viel, das nicht gut ist." Die harsche Hamilton-Selbstkritik ließ auch Stimmen aufkommen, die eine Wiedervereinigung von Hamilton und Mercedes ab 2026 fordern.
Im Frühjahr 2024 platzte die Wechsel-Bombe, dass Hamilton beim Team aus Maranello ein neues Abenteuer beginnt und einen dreijährigen Vertrag bei den Roten unterschreibt. Doch bereits nach der ersten Saisonhälfte ist beim Blick auf die erbrachten Leistungen jegliche Euphorie verflogen. Nach dem Sprint-Sieg in China folgte lediglich noch ein Podium im Miami-Sprint. Das dritte Sprint-Wochenende der Saison in Belgien verkam zur Qualifying-Schmach mit den herausgefahrenen Startplätzen 16 und 18.
Dass er Rennfahren immer noch liebt, bejahte Hamilton auch noch nach dem Ungarn-Rennen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff bestätigte am Hungaroring zwar, dass er im nächsten Jahr mit George Russell und Kimi Antonelli weitermachen werde, allerdings sorgte auch ein Austausch zwischen dem Österreicher und Ferrari-Teamchef Fred Vasseur in Ungarn für Aufsehen in Zeiten der Causa Hamilton.
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