Kuriose Szenen bei der Formel 1 in Ungarn: Aston Martin verweigert dem deutschen TV-Sender Sky rund um Reporter Peter Hardenacke und Ex-F1-Fahrer Ralf Schumacher ein Interview. „Man mag uns dort im Moment nicht so“, erklärte Schumacher und Hardenacke ergänzte: „Wir waren den Leuten von Aston Martin zu kritisch.“
Sky-Deutschland in Ungnade bei Aston Martin? Die Hintergründe & Ursachen
Eine bereits vor dem Rennwochenende gestellte Anfrage, den ehemaligen Teamchef und mittlerweile Einsatzleiter Mike Krack zu interviewen, wurde abgelehnt. Laut einem Bericht der ‚Bild‘ soll der Boykott darauf zurückzuführen sein, dass Sky üblicherweise wenig Interesse an Medienterminen von Aston Martin zeigt, es aber immer wieder zu kritischen Aussagen über Auto und Fahrer kam.
Zuletzt traf Lance Stroll die angesprochene Kritik. Nach einem chaotischen Rennen in Silverstone fuhr der Kanadier mit P7 sein zweitbestes Saisonresultat ein und verdiente sich damit das Lob seines Renningenieurs Gary Gannon: „Das war ein verrücktes Auto, aber ein fantastisches Finish.“
Stroll antwortete während der Auslaufrunde patzig: „Das ist eine Untertreibung. Das ist um ehrlich zu sein das schlechteste Stück S******, das ich je gefahren bin.“ Für den Sky-Experten Schumacher ein No-Go. Er riet dem Kanadier, sich bei seinem Team zu entschuldigen.
Zum Kontext: Zwischenzeitlich fuhr Stroll unter Mischbedingungen auf Rang 3, fiel mit seinem AMR25 aber kontinuierlich zurück. Unter anderem wurde er von Nico Hülkenberg überholt, der nicht zuletzt durch dieses Manöver sein erstes Karriere-Podium einfuhr.
Interview-Boykott: Kein Einzelfall in der modernen Formel 1
Ein Novum ist ein solcher Boykott in der jüngeren F1-Geschichte nicht. 2022 verweigerte der damalige Haas-Teamchef Günther Steiner eine Interviewanfrage des deutschen Senders zu Mick Schumacher.
Er empfand die Berichterstattung über das US-Team und den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher als zu einseitig. Bis kurz vor dem Saisonauftakt 2024 – mehr als eineinhalb Jahre also – hielt das Schweigen an.
Ebenfalls 2022 verweigerte Red Bull um Christian Horner und Max Verstappen den Dialog mit Sky. Grund dafür waren Anspielungen eines Sky-Reporters, dass Lewis Hamilton 2021 um den WM-Titel betrogen worden sei. Zwei Wochen später beim Brasilien-GP fand der Austausch mit dem reichweitenstarken Medium jedoch wieder statt .



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