Dieser Dienstantritt hat sich verzögert: Bereits am 9. Juli 2024 hatte Aston Martin die Verpflichtung von Enrico Cardile als Chief Technical Officer bekannt gegeben. Ein Jahr danach kann Cardile seinen Dienst beim britischen Formel 1-Rennstall auch tatsächlich antreten. Zuvor musste erst der Rechtsstreit mit Ferrari beigelegt werden.

"Wir freuen uns mitzuteilen, dass eine Lösung gefunden wurde und Enrico als Chief Technical Officer mit Blick auf 2026 und darüber hinaus gemeinsam mit dem Team weiterarbeiten und unsere Design- und Technikfunktionen am AMR Technology Campus leiten kann", hieß es in einem offiziellen Statement von Aston Martin am Montag. Cardile ist gelernter Luft- und Raumfahrttechniker und leitete seit 2016 bei Ferrari die Aerodynamik-Abteilung. Seit 2020 arbeitete er in Maranello als Chassis-Chef und leitender Entwickler.

Rechtsstreit mit Ferrari beigelegt

Wie üblich gibt es in F1-Verträgen Sperrfristen, um die Weitergabe von Informationen zu unterbinden. Als Aston Martin 2024 den Coup mit Cardile bekanntgab, sah Ex-Arbeitgeber Ferrariein falsches Spiel und beschuldigte Aston Martin bereits vor Ablauf der Sperrfrist mit Cardile zusammengearbeitet zu haben. Die Scuderia zog in Modena vor Gericht und bekam Recht. Das Urteil zwang Cardile zu einer unbefristeten Freistellung bis zum 18. Juli 2025.

Mittlerweile hat Cardile seinen Dienst auf dem Silverstone-Campus von Aston Martin angetreten und wird gemeinsam mit Designgenie Adrian Newey an der Entwicklung des 2026er Autos arbeiten. Auch Newey durfte, von Red Bull kommend, erst am 3. März 2025 seine neue Position als "Managing Technical Partner" antreten.

Aston Martin verfolgt deutlich höhere Ziele als das Mittelfeld. Ab 2026 soll der Sprung an die Spitze gelingen. Fernando Alonso sieht sein Team perfekt vorbereitet.