Wie zu erwarten war, gab McLaren auch im ersten Freien Training in Ungarn den Ton an. Mit einer Zeit von 1:16,052 Minuten fuhr Lando Norris Bestzeit. Zum Vergleich: Die schnellste Zeit 2024 war eine 1:18,713 Minute, aufgestellt von Carlos Sainz. Oscar Piastri reihte sich mit einem Rückstand von 19 Tausendstel auf Rang zwei ein. Ferrari präsentierte sich ebenfalls stark: Charles Leclerc war als Dritter erster McLaren-Verfolger. Ferrari und McLaren konzentrierten sich im FP1 auf die Soft- und Medium-Reifen.
Das Ergebnis: Rookie Isack Hadjar bewies einmal mehr, dass er 2025 der stärkste Rookie ist und belegte Rang vier - vor Lewis Hamilton im zweiten Ferrari. Beide hatten allerdings schon über eine halbe Sekunde Rückstand auf Norris. Oliver Bearman, die Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell, Max Verstappen und Lance Stroll komplettierten die Top-10. Drei Zehntel hinter seinem Aston-Martin-Teamkollegen reihte sich Felipe Drugovich auf P16 ein.

Felipe Drugovich im Cockpit von Aston Martin
Drugovich sprang für Fernando Alonso ein, der im FP1 verletzungsbedingt pausieren musste. Freiwillig pausierte Nico Hülkenberg. Er machte für Rookie Paul Aron Platz, wird aber im zweiten Freien Training wie gewohnt im Sauber sitzen. Für Aron war allerdings schon nach 30 Minuten Schluss. Sein Lenkrad gab eine Sicherheitsmeldung aus, worauf das Team ihn anwies. Auch Gabriel Bortoleto musste seinen Sauber vorzeitig abstellen.
Die Zwischenfälle: Pierre Gasly musste gleich zu Beginn wieder die Box ansteuern. Er funkte: "Keine Power." Allerdings schien das Problem nicht gravierend zu sein, wenige Minuten später ging er wieder auf die Strecke. George Russell hatte ebenfalls einen Moment, als er in der Kurvenkombination 6/7 einen kleinen Snap hat. Einen Dreher konnte der Mercedes-Pilot vermeiden. Etliche Fahrer verbremsten sich in Kurve 1 und handelten sich dabei Bremsplatten ein, u.a. Norris, Hamilton, Sainz und Drugovich.
Die Technik: Mercedes setzt dieses Wochenende wieder auf das Vorgängermodell der Hinterradaufhängung. Vor allem Kimi Antonelli soll damit wieder mehr Vertrauen ins Auto bekommen. Red Bull brachte einen überarbeiteten Frontflügel an die Strecke. Er verfügt nun über eine längere Sehne am zweiten Element des Flaps, um den Flügel stärker zu belasten.
Aston Martin kam mit einer "aggressiveren" Version des in Spa vorgestellten Frontflügels zum Hungaroring. Er ist speziell auf die Strecke zugeschnitten und ist so konzipiert, dass er harmonisch mit dem Budapest-Heckflügel mit höherem Abtrieb arbeitet. Racing Bulls brachte ein allgemeines Update und eine streckenspezifische Überarbeitung nach Ungarn. Die vorderen Bremstrommeln des VCARB 02 wurden neu geformt, um den Luftstrom zum Heck des Autos zu verbessern.
Das Wetter: Die Lufttemperatur betrug 26°C, die Streckentemperatur 47°C. In Ungarn liegen die Temperaturen normalerweise zwischen 25 und 30 Grad. Für das Wochenende sind Wolken vorhergesagt, am Sonntagmorgen könnte es regnen.



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