Mercedes hat dem W16 im Verlaufe dieser Saison eine neue Spezifikation ihrer Hinterradaufhängung verpasst. Aston Martin hat diese noch nicht eingebaut. Der AMR25 fährt noch mit der älteren Spezifikation. Gleichzeitig hat er auch starke Performance-Probleme. Beim Belgien Grand Prix qualifizierten sich die beiden Aston Martin auf den letzten beiden Plätzen. Seit dem hoch 2023 geht es für das Formel-1-Team stetig abwärts. Ein kleiner Lichtblick war das Rennen in Ungarn. Wäre die neue Spezifikation der Mercedes-Hinterachse ein Gegenmittel?
Aston-Martin-Teamchef Andy Cowell: Wir prüfen, was möglich ist
Ursprünglich führte Mercedes die neue Spezifikation in Imola ein, baute allerdings für die Wochenenden in Monaco und Spanien zurück. Erst in Kanada kam die neue Variante wieder zum Einsatz - und prompt gewann George Russell in Kanada.
Ob nun die neue Hinterachse für den Sieg verantwortlich war, bleibt offen. In Belgien machte das Team einen deutlichen Rückschritt. Doch Aston Martin könnte bei der derzeitigen Performance-Lage wohl jede potenzielle Hilfe in Form von Teilen gebrauchen. Dazu kommt: Trotz neuer Teile ist das Team teils mit nur schwachen Werkzeugen ausgestattet. So merkte Adrian Newey an, dass der Fahrer-Simulator nicht mit den Daten auf der echten Strecke korreliere.
Als Mercedes-Kunde könnte das Team theoretisch auch während der Saison auf neue Teile umsteigen. "Wir prüfen das gerade und untersuchen, was mit den Teilen der Mercedes-Zulieferer möglich ist und was wir tun wollen. Und dabei geht es auch darum, abzuwägen, wie viel Aufwand wir dieses Jahr in Änderungen stecken wollen, anstatt mit dem zu fahren, was wir haben", erklärt Aston-Martin-Teamchef Andy Cowell.
Lieber Feinabstimmung als vollkommen neue Teile?
Das Team ist in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft derzeit sechster. Allerdings machte das Team diesen Sprung erst dank P5 und P7 in Ungarn. Doch ob dieser Performance-Ausreißer nach oben auch die Lage auf anderen Strecken widerspiegelt, bleibt abzuwarten. Das Problem mit einer neuen Hinterachse: Aston Martin müsste diese erst verstehen, um das volle Potenzial zu nutzen – und das kann mehrere Rennen dauern.
"Man kann das, was man kennt, tendenziell besser feinabstimmen und optimieren, als noch mehr Änderungen vorzunehmen", so Cowell. Wie viel die neue Hinterradaufhängung hilft, ist unklar. Dazu kommt: 2025 finden nur noch zehn Rennen statt.
Bis das Team das neue Teil verstanden hat, könnte die Saison unter Umständen schon fast vorbei sein. Und für 2026 würde das Aston Martin keinen Vorteil bringen, denn das Team wird mit Beginn der neuen Reglement-Periode Honda-Werksteam. "Ein Team von Aston Martin in Sakura kümmert sich um Getriebe, Antriebsstrang, Kühlung und so weiter."



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