Nach zwölf Saisonrennen der Formel 1 2025 hat Rookie Isack Hadjar 21 Punkte auf dem Konto. Damit trennen ihn nur zwei Punkte von der Top-10 der Fahrerweltmeisterschaft. Gegenüber Teamkollege Liam Lawson hat er die Oberhand. Der Rookie hat über der Hälfte der Punkte des Teams gesammelt. Ex-Racing-Bulls und aktueller Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies ist vom Rookie begeistert – und glaubt, dass noch deutlich mehr von ihm kommt.
Isack Hadjar kommt mit nur einem Testtag in die Formel 1
Zur Vorbereitung von jungen Piloten in die Formel 1 nutzen viele Teams oft viele der sogenannten TPC-Tests, bei denen die Piloten ältere Autos testen können. So sammeln sie Fahrerfahrung.
Isack Hadjar hatte jedoch vor den Testfahrten in Bahrain nur einen solchen Testtag. Seine Erfahrung in Autos der Königsklasse war gering. Im ersten Rennen in Australien verunfallte der Rookie mit seinem Racing Bulls bei schwierigen Bedingungen schon in der Einführungsrunde.
Vor laufenden TV-Kameras wurde er von Anthony Hamilton, Vater von Lewis Hamilton, getröstet und musste sich dafür Kritik von unter anderem Red-Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko anhören. Nichtsdestotrotz punktete er bereits im dritten Rennen in Japan.
"Wenn man sich seine natürliche Geschwindigkeit ansieht, wie schnell er mit den Ingenieuren, mit allen Teammitgliedern, mit der gesamten F1-Crew harmonierte. Und dann noch der ganze Druck, der damit einhergeht – das hat niemand von uns auf diesem Niveau von ihm erwartet", so Laurent Mekies. Sein bestes Ergebnis fuhr Hadjar mit Position sechs in Monaco ein.
Laurent Mekies: Wir erwarten, dass er weiter wächst
Doch der aktuelle Teamchef von Red Bull sieht noch mehr Potenzial. "Unabhängig von seiner unglaublichen Ausgangslage erwarten wir, dass er wächst. Wir erwarten, dass er sich weiterentwickelt", so Mekies.
Auch für das richtige Umfeld will der Teamchef sorgen. "Er hat sich seit Januar bereits stark weiterentwickelt und es liegt in unserer Verantwortung, das richtige Umfeld für ihn zu schaffen, damit er diese Schritte so oft wie möglich machen und so stark wie möglich sein kann", so Mekies.
Das Problem könnte - ironischerweise - eine Beförderung zu Red Bull sein. Seit Daniel Ricciardo taten sich dort alle Piloten neben Max Verstappen schwer. Sollte dieser also bei Red Bull bleiben und Hadjar für Tsunoda aufrücken, wäre das für seine Entwicklung wohl alles andere als optimal.



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