Das 24h-Rennen Nürburgring ist nicht nur bekannt für knallharte Action auf der Nordschleife, sondern stets auch ein gefundenes Fressen für Freunde von Internet-Memes. Ein Anwärter für den ulkigsten Kurzvideo-Clip des diesjährigen 24h-Rennen ist Christopher Mies!

Ein Funkspruch des Ford-Werksfahrers während des Rennens macht aktuell die Runde in den sozialen Medien. "FAHR DOCH!!! MEINE FRESSE!!!", war da am Teamfunk des #67 Ford Mustang GT3 Evo zu hören, den sich der dreifache Nürburgring-Sieger Mies mit den Werksfahrerkollegen Dennis Olsen und Frederic Vervisch teilte.

"FAHR DOCH!!! MEINE FRESSE!!!"

Wann genau Mies den Funkspruch in der Nacht absetzte, ist nicht ganz klar. Sicher ist aber: Der 36-Jährige regte sich im Eifer des Gefechts leicht über vor ihm fahrende Autos auf, die seiner Ansicht nach in Folge einer Gelbphase nicht schnell genug wieder aufs Gaspedal traten.

Fast schon ein Klassiker auf der Nordschleife, wo bei Vorfällen Gelbe-Flagge-Zonen und Code-60-Phasen anstelle von Safety Cars zum Einsatz kommen. Nicht umsonst hatte Rennleiter Walter Hornung während der Fahrer-Besprechung am Donnerstag hervorgehoben, dass das Überholen von Schleppverbänden unter Einhaltung der 60 km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubt sei. "Das wissen immer noch nicht alle", fügte Hornung vielsagend an.

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24h Nürburgring: Mies macht den Stippler

Der Mies-Spruch erinnerte ein wenig an das Vorjahr, als sein heutiger Ford-Kollege Frank Stippler - ebenfalls ein dreimaliger 24h-Nürburgring-Sieger - damals im Audi kurzzeitig die Geduld verlor und anschließend mit seinem 'FAHR DOCH!!!'-Funkspruch viral ging. Derartige Funksprüche sind Standard bei Multi-Class-Rennen - aber nicht alle finden anschließend den Weg ins Internet.

Mies mit seinen 37.500 Instagram-Followern avanciert allmählich zum Meme-Star: Schon beim 12-Stunden-Rennen in Bathurst ging seine unschöne Begegnung mit einem Känguru viral in den sozialen Netzwerken.

HRT-Mustang am Nürburgring: Potenzial fürs Podium

Ein sportlicher Erfolg wäre Mies in Bathurst sowie auf dem Nürburgring sicherlich deutlich lieber gewesen. Der stark besetzte HRT-Ford um Mies, Olsen und Vervisch belegte beim Eifel-Klassiker den achten Platz mit einer Runde Rückstand auf den siegreichen Winward-Mercedes. Die beiden weiteren GT3-Mustang von HRT aus Drees fielen vorzeitig aus.

"Wir haben großes Potenzial gezeigt", sagte Mies, der im Schnitt zu den schnellsten Fahrern des Rennens zählte, wie unsere Renn-Analyse zeigt. "Wir lagen zeitweise in Führung. Ich war sehr zufrieden mit dem Auto, mit dem Fahrverhalten, alles war gut. Wir hatten nur etwas Pech mit den Code-60-Phasen und dem Reifenschaden am Sonntagmorgen, was uns ins Hintertreffen gebracht hat. Ich denke, wir hätten um das Podium kämpfen können, aber so ist es nun einmal."

Außerdem verlor die #67 Crew beim einsetzenden Regenschauer am Samstagabend viel Zeit auf die Konkurrenz, weil das Auto mit unpassenden Reifen eine Runde zu viel über die 25 Kilometer lange Rennstrecke fuhr. Ford-Werksfahrer Olsen bestätigte: "Es gab nur einen entscheidenden Moment, in dem die Bedingungen schwierig waren und wir nicht die richtigen Reifen hatten, um konkurrenzfähig zu sein. Das hat uns viel Zeit gekostet und wir gerieten ins Hintertreffen."

Der Ford Mustang GT3 in seiner neuen Evo-Variante hatte sicherlich das Potenzial, aufs Podium zu fahren, wie auch Vervisch überzeugt war. HRT-Geschäftsführer Uli Fritz sagte: "Ich denke, wir hatten an einigen Stellen des Wochenendes wirklich starke Leistungen. Wir haben zwei Autos recht früh im Rennen verloren, und beim Auto Nr. 67 hatten wir Reifenpannen und andere Rückschläge. Alles in allem war es ein vielversprechendes Wochenende, aber dieses Rennen ist einfach extrem hart."

Diese Videos gehen nach den 24h Nürburgring viral

Weitere Videos im Nachgang des 24h-Rennen Nürburgring, die das Potenzial für den Clip des Wochenendes haben:

"Dö-dö-dö-dö-Max-Verstaaaappen" - BMW-Werksfahrer Jens Klingmann feiert den Formel-1-Star aus dem Cockpit seines BMW M3 Touring 24H:

Rumms! In der Boxengasse kommt es zu einem unglücklichen Schild-Vorfall zwischen einem Teammitglied und einem Medienvertreter: