In der letzten Woche haben sich in der Formel 1 die Gerüchte um einen Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes wieder festgefressen. Am Freitag in Silverstone weigert sich Red-Bull-Teamchef Christian Horner jedoch, ernsthaft auf sie einzugehen. Mit einer kleinen Warnung in Richtung Verstappen.

"Viele Leute sprechen natürlich darüber, aber das Wichtigste ist die Beziehung zwischen dem Fahrer und dem Team und die wird natürlich durch eine Vereinbarung definiert", tut sich Horner dennoch teilweise mit einer simplen Antwort schwer. "Und jeder ist sich absolut im Klaren darüber, wo wir stehen."

Mercedes-Wechsel? Verstappen lässt F1-Welt zappeln! (09:45 Min.)

Horner macht hinter den ganzen Gerüchten aber den für 2026 noch vertragslosen George Russell als Sündenbock aus: "Er hat eigentlich diese ganzen Spekulationen ausgelöst." Russell hatte vor dem Österreich in den Raum gestellt, dass er nur warten müsse, weil Toto Wolff mit Verstappen spreche. "Wohl um bei seiner eigenen Lage Klarheit zu erzwingen", mutmaßt Horner. "Das kannst du verstehen, weil er dieses Jahr auch eine sehr gute Saison gefahren ist."

Horner-Warnung: Mercedes muss 2026 nicht besser sein...

"Es ist bemerkenswert, dass George noch auf dem Markt ist", wundert sich Horner. Red Bull hat nicht mit ihm gesprochen: "Also ist er offensichtlich sehr zuversichtlich, dass er dort bleiben wird, wo er ist." Diesbezüglich klang auch Russell selbst am Donnerstag sehr zuversichtlich. Mehr dazu gibt es hier:

Vor dem großen Regel-Umbruch mit neuen Motoren und Chassis 2026 außertourlich ein Team zu wechseln, erscheint Horner sowieso keine gute Idee: "Niemand kann die Hackordnung voraussagen." Ein indirekter Hinweis an Verstappen? "Könnte Ferrari sein. Könnte Mercedes sein. Könnte jeder sein. 2026 ist sehr subjektiv und erst hier in einem Jahr werden wir klar sehen können. Also gibt es keine Garantien, dass ein Sprung in einen Mercedes automatisch eine bessere Idee wäre."

Horner: Verstappen will Karriere hier beenden - aber Red Bull muss bereit sein

Auch wenn sich Horner am Freitag in Silverstone gerne in seinen Antworten verliert - schließlich wagt er doch eine passable Ansage: "Wie in jedem Vertrag gibt es Performance-Klauseln. Und natürlich existiert das im Vertrag von Max. Aber die absolute Absicht ist, dass er hier 2026 für uns fahren wird." Vor einer Woche hatte Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko schon mehrfach versichert, dass aktuell keine Klausel ein Verlassen des Teams möglich machen würde.

"Max hat einen Vertrag bis 2028 und er hat es recht deutlich gesagt, dass er gerne vom Anfang bis zum Ende seiner Karriere in einem Red-Bull-Auto sitzen würde", ergänzt Horner. "Das ist denke ich recht besonders und einzigartig für ihn."

"Natürlich wird es immer Spekulationen und Gerede geben, aber wir finden uns gegenwärtig, denke ich, alle in einer recht komfortablen Situation", glaubt Horner. "Wir können das Narrativ von Anderen nicht kontrollieren, aber intern wissen wir, wo wir stehen."

Auf Fragen nach potenziellen Verstappen-Nachfolgern will Horner daher gar nicht groß eingehen, verweist vor allem auf den Red-Bull-Juniorkader: "Ich denke, wir haben immer eine Position eingenommen, wo wir existierende Verträge von Fahrern mit anderen Teams respektieren." Natürlich gilt jedoch: "Es wird einen Tag geben, an dem es keinen Max mehr gibt. Das musst du im Kopf behalten und immer in die Zukunft investieren. Hoffentlich ist das noch ein paar Jahre hin. Aber du weißt ja nie."