Was für ein Rennen! Nach einem katastrophalen Qualifying und dem selbstverschuldeten letzten Startplatz meldete sich Nico Hülkenberg im Grand Prix von Österreich eindrucksvoll zurück. Vom Ende des Feldes aus kämpfte sich der Sauber-Pilot bis in die Top-10 vor und holte als Neunter zwei WM-Punkte.

Doch damit nicht genug: Mit seiner Aufholjagd in Spielberg schrieb er Sauber-Geschichte. Für den Schweizer Rennstall ist es in der 32-jährigen Vita in der Königsklasse erst das achte Mal, dass ein Fahrer von P20 oder schlechter die Top-9 erreicht. Zudem ist es für Hülkenberg das dritte aufeinanderfolgende Rennen in den Punkten. Das gelang zuletzt Valtteri Bottas in der Saison 2022.

"Es war alles so schnell, um ehrlich zu sein. Ich muss mir das nochmal anschauen", wusste der Deutsche seine Aufholjagd in Spielberg gar nicht recht einzuordnen. "Aber es hat sich rund angefühlt." Mit alternativer Strategie auf weichen Reifen gestartet, kam Hülkenberg als einer der ersten Piloten zum Boxenstopp. Danach hatte er freie Fahrt und konnte die Pace des modifizierten C45 ausnutzen.

Gleichzeitig profitierte der 37-Jährige von den technischen Ausfällen der beiden Williams-Piloten Carlos Sainz und Alexander Albon sowie von der Kollision zwischen Kimi Antonelli und Max Verstappen. "Die ausgeschiedenen Autos haben mir geholfen. Trotzdem ist es ein erfreuliches Ende, nachdem ich gestern ein schreckliches Qualifying hatte", so Hülkenberg.

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Fahrerparade mit Sauber-Fahrer Nico Hülkenberg
Für Sauber und Nico Hülkenberg zeigt die Formkurve nach oben, Foto: IMAGO / DeFodi Images

Das umfangreiche Update-Paket in Spanien sowie die darauffolgenden Updates in Österreich zeigen ihre Wirkung: Saubers Anspruch auf das Formel-1-Mittelfeld wächst. "Barcelona war offensichtlich ein Schritt nach vorn und zusätzlich auch das Ergebnis, was wir heute eingefahren haben", erklärte Hülkenberg und verwies auf die Punkteplatzierung seines Teamkollegen Gabriel Bortoleto in Österreich.

Für Sauber-Teamchef Jonathan Wheatley hat Hülkenberg in Österreich einmal mehr seine Klasse als Fahrer bewiesen. „Nico ist höchst unterschätzt. Diese Meinung vertrat ich schon lange, bevor ich zum Team gestoßen bin“, erklärte Wheatley. Gleichzeitig räumte er ein, dass die starke Teamleistung auch dem Red Bull Ring zuzuschreiben ist. Dessen Streckencharakteristik kommt dem C45 entgegen.

In der Gesamtwertung belegt Sauber zwar weiterhin den neunten Platz, ist allerdings nur drei Punkte von Haas auf Rang sieben entfernt. Die Zeichen in Hinwil zeigen klar in Richtung Aufschwung. "Es war eine herausragende Teamleistung von allen Seiten", lobte Wheatley seine Mannschaft.

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